Kritik am Körper

7 Kommentare, die wir uns verkneifen sollten

Die wenigsten Frauen sind mit ihrem Körper rundum zufrieden – und das ist schade. Zugegeben, auch wir selbst kriseln nicht selten mit unseren Oberschenkeln und Rettungsringen. Natürlich wissen wir, dass ein Photoshop-Modelkörper unrealistisch ist, aber ein bisschen mehr Perfektion dürfte schon gerne sein. Oder?

© Can Stock Photo Inc. / ollyy

Body Shaming - die negative Beurteilung unseres Körpers und des Aussehens anderer - ist allgegenwärtig. amicella verrät, welche Kommentare wir besser aus unserem Repertoire streichen sollten. Und warum auch positiv gemeinte Äußerungen nicht immer sein müssen.


"Hast du abgenommen? Gratulation, steht dir toll!"
Wenn Personen aus unserem Umfeld deutlich an Gewicht verlieren, gehen wir meistens davon aus, dass das aus mühevoller Absicht passiert. Andere mögliche Gründe, wie eine Erkrankung, kommen uns oft nicht in den Sinn. In diesem Fall sorgen vorschnelle Kommentare für zusätzliche Verunsicherung und Irritation. Sichtlich stolzen Personen darf natürlich weiterhin zum Erfolg gratuliert werden!


"Wie hübsch, das Kleid macht dich so schlank!"
Was im ersten Moment als nettes Kompliment erscheint, wirft auf den zweiten Blick Fragen auf: "Bin ich denn sonst nicht schlank genug? Sollte ich etwas an meinem Körper verändern?" Zweideutige Komplimente können selbst Frauen, die bisher mit ihrem Aussehen zufrieden waren, leicht aus der Bahn werfen. Wie wäre es also stattdessen mit einem einfachen "Das Kleid steht dir richtig gut"?


"Gute Entscheidung, den Nachtisch wegzulassen."
Zugegeben, wenn unsere mollige Freundin im Restaurant auf den Nachtisch verzichtet, sind wir manchmal versucht, sie zu loben. Doch ein unüberlegter Kommentar unterstellt sofort, dass sie eine Diät nötig hätte. Nicht anders verhält es sich, wenn eine in unseren Augen zu dünne Frau beim Essen ordentlich zulangt. Wir vergessen schnell, dass nicht jede Frau etwas an ihrem Gewicht ändern oder in jeder Situation daran erinnert werden möchte.


"Wenn ich ihre Gene hätte, wäre ich auch so schlank."
Es gibt immer eine Ausrede dafür, dass andere haben, was wir uns wünschen. Die Freundin hat langes, seidiges Haar? "Die hat auch das Geld für unzählige Friseurbesuche." Die Arbeitskollegin ist seit Neuestem gertenschlank? "Für manche ist es einfach leichter, abzunehmen." Schwachsinn. Anstatt andauernd neidvolle Kommentare abzugeben, sollten wir daran denken, dass jeder seine Schokoladenseiten hat. Auch wir selbst.


"Vielleicht sollte die lieber nur einen Salat bestellen..."
Die Mollige von Nebenan sollte unbedingt mal ins Fitnessstudio gehen und die Dünne aus dem Supermarkt mehr und gesünder essen? Wir können mit einem kurzen Blick nicht 100%ig erkennen, wie andere Personen leben. Vielleicht ernährt die Mollige sich sehr bewusst und gönnt sich zwischendurch einfach mal einen Teller Nudeln. Und selbst wenn nicht, ist das ganz allein ihre Sache.


"Schau dir mal die dünnen Stelzen von der dahinten an!"
Wer unsicher und unzufrieden mit seinem Aussehen ist, versucht oft, dies mit der Abwertung anderer zu kompensieren: Das ist das typische Verhalten bei Body Shaming. Machen wir andere schlecht, werten wir uns damit auf. Das überlegene Gefühl hält nur kurz an, die Ursachen bleiben. Anstatt andere Frauen als Konkurrentinnen zu betrachten und deshalb abzuwerten, sollten wir lieber an unserem Selbstbild arbeiten.


"Den Badeurlaub buche ich erst, wenn ich abgenommen habe."
Mit Bauchspeck im Bikini am Strand liegen? Mit dicken Oberschenkeln das kurze Lieblingskleid zur Party tragen? Für einige unvorstellbar. Viele Frauen verbieten sich schöne Dinge, weil sie nicht ihren Wünschen entsprechend aussehen – und verpassen deshalb jede Menge Spaß. Wir sollten uns darauf freuen, am Strand zu liegen. Darauf freuen, auf die Party zu gehen. Und damit aufhören, uns durch unerberlegtes Gerede immer auf das Äußere zu fokussieren.

Erstellt von: jr

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