Das Runde muss ins Eckige - ist ja eigentlich ganz einfach. Doch Frauenfußball hatte in den letzten 100 Jahren mit erschwerten Bedingungen und sogar Verboten zu kämpfen. Durch Hartnäckigkeit und Überzeugung spielen die Heldinnen in Stollen heutzutage ganz oben mit.
Schon die Inuit-Frauen spielten ein Spiel mit dem Ball, was dem heutigen Fußball ähnlich war.
Frauenfußball, wie wir ihn heute kennen, kommt aus England. Dort gründete die Frauenrechtlerin Nettie Honeyball 1894 das erste Frauenfußballteam – die British Ladies.
In den 1920er Jahren hatte jede größere Ortschaft in England ein eigenes Frauenfußball-Team – das Spitzenspiel zwischen den Dick Kerr's Ladies und den St. Helens Ladies sahen 53.000 zahlende Zuschauer.
In Deutschland fand der "Damenfußball" Anfang des 20. Jahrhunderts vor Allem unter Studentinnen großen Zuspruch, wurde aber von den Massen stark kritisiert. Spielen mit dem Ball, so wie die Männer es tun gals als "verwerflich" – ganz zu schweigen von den knappen Outfits.
1930 wurde in Frankfurt der erste deutsche Frauenfußball-Club gegründet. Da die Mannschaft aber nur gegen Männer – und das auch nur unter Protesten – spielen konnte, wurde sie schon ein Jahr später wieder aufgelöst.
Am 5. Dezember 1921 verbat die Football Association in England Frauen die Nutzung der Stadien – dieses Verbot wurde erst 1970 aufgehoben.
Der DFB verbot 1955 den ihm angeschlossenen Vereinen, Frauenabteilungen zu haben. Auch dieses Verbot bestand bis 1970. Danach unterlag der Frauenfußball strengen Auflagen. So mussten die Vereine eine halbjährige Winterpause einhalten und die Spielerinnen durften keine Stollenschuhe tragen. Auch die Dauer eines Spiels wurde beschränkt – das "schwache Geschlecht" durfte zunächst nud 70 Minuten kicken. Erst seit 1993 spielen auch Frauen zwei Mal 45 Minuten.
Trotz des Verbots durch den DFB spielten Frauen in eigenen Clubs und Verbänden weiter Fußball – 1956 wurde sogar ein inoffizielles Länderspiel zwischen Deutschland und den Niederlanden ausgetragen. Ergebnis: 2 : 1 für Deutschland.
1991 fand die erste FIFA Weltmeisterschaft der Frauen in China statt.
Als Prämie für ihren ersten EM-Sieg 1989 erhielt jede der deutschen Nationalspielerinnen ein Kaffee-Service.
In den USA beträgt der Frauenanteil beim Fußball stolze 40 Prozent (vgl. FIFA: 10 Prozent). Die Vereinigten Staaten sind vor Deutschland die Nummer eins der Weltrangliste im Frauenfußball.
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