Kleine Teufel! Wenn Kinder ihr geliebtes Spiel ausschalten sollen können sie schnell zu Furien werden.
Foto: ©CanStockPhoto

Streit um Videospiele

Noch 5 Minuten, Mutti!

Das Essen ist fertig, die Kinder sind am Zocken – während die mühsam gekochte Mahlzeit kalt wird, entfacht langsam aber sicher ein Streit. Die Kinder wollen nicht aufhören zu spielen, die Eltern wollen nicht, dass ihre Kinder das Spielen über andere Familienaktivitäten stellen und fragen sich: „Warum ist es für Kinder so schwer, ein Spiel zu beenden?“

In der Sendung pur+ von ZDFtivi wurde diese Frage erfrischend unvoreingenommen von der Seite der Kinder aus betrachtet: „Warum haben unsere Eltern kein Verständnis dafür, dass wir gerne Zocken?“. Die vom Moderator genannte Annahme scheint einfach: „Weil sie es nicht kennen und nicht können. Und was man nicht kennt und kann, findet man schnell doof.“ Was schließen wir daraus? Vielleicht finden wir neue Ansätze, wenn wir die Spiele einmal selbst ausprobieren!

Das Familien-Experiment

Um die Videospiele ihrer Kinder besser kennen zu lernen wurden die Eltern im Experiment vor die Aufgabe gestellt eine Stunde am Tag wechselnd 3 unterschiedliche Spiele auszuprobieren: ein Sportspiel (NBA), ein Rollenspiel und Sims 2.

Nachdem anfangs noch Unmut über die vielen Knöpfe und Tasten auf dem Controller herrschte und sich auf dem Bildschirm sowieso alles viel zu schnell bewegte, änderte sich das Verhalten der Eltern schon nach kurzer Zeit.

Je vertrauter sie mit den Spielen wurden, desto größer wurde auch der Reiz besser zu werden, sich mit dem Mitspieler zu messen und im Fall des Rollenspiels den Charakter und die Story voranzutreiben. Am 5. Tag spielten die Experiment-Eltern sogar länger als die vorgeschriebene Stunde und lieferten sich beim Basketball-Spiel NBA ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den entscheidenden Punkt. Als das Essen fertig war stand es unentschieden – und dabei blieb es, die Kinder schalteten den  Fernseher kurzerhand aus.

Fazit des Experiments

Die Familie hat nach Angaben des Berichtes positive Schlüsse daraus gezogen. Die Eltern versuchen nun ihre Kinder die Spielzeit freier einteilen zu lassen, es ist also nicht strikt nach einer Stunde am Tag Schluss, sondern mal darf mehr gespielt werden und an einem anderen Tag weniger.
Interessant ist auch der erste Schritt der Experiment-Eltern: Während die Kinder immer allein im  Keller gespielt hatten, wurde die Konsole prompt ins gemütliche Wohnzimmer der Familie verfrachtet und auf diese Art besser in das gemeinsame Familienleben integriert.

Was Eltern manchmal vergessen...

  1. Bei vielen Spielen gibt es Speicherpunkte, die man erreichen muss um das Spiel zu sichern. Wenn man den Fernseher einfach ausschaltet kann es für den Spieler bedeuten, dass er die letzten 20 Minuten Spielzeit verliert und alles beim nächsten Mal wiederholen muss. Das kann ernüchternd sein und gerade wenn der Tag auf eine Stunde Spielzeit begrenzt ist, ist es ärgerlich diese Zeit zu verlieren. Eine Lösung wäre, das Spiel zu pausieren und zu vereinbaren, dass später kurz weiter gespielt werden darf. Natürlich nur bis zum Speicherpunkt, denn irgendwann muss schließlich Schluss sein!
  2. Bei Sportspielen geht es darum, sich mit seinem Mitspieler zu messen. Wenn das Spiel nicht beendet wird gibt es keinen Sieger und auch dies kann unbefriedigend sein. Nehmen wir einmal an, die Kinder würden draußen Fußball spielen und in dem Moment in dem das Essen fertig ist beginnt das Elfmeterschießen. Die meisten Eltern hätten wahrscheinlich Verständnis und würden ihre Kinder kurz zu Ende spielen lassen.
  3. Spielen macht Spaß! Natürlich sollten Kinder nicht den ganzen Tag vor dem Bildschirm verbringen, das gilt sowohl für Spiele als auch für Fernsehen. Wenn Eltern selbst Spielerfahrungen machen, können sie besser verstehen wo der Reiz eines Videospiels liegt und es mitsamt seinen Inhalten und Wirkungen auf den Spieler differenzierter bewerten. Dieses neu gewonnene Verständnis kann im Endeffekt wiederum dazu beitragen, dass die Kommunikation bezüglich Games zwischen Eltern und Kindern verbessert wird.


Das pur+-Experiment hat gezeigt, dass sich die Sichtweise auf Videospiele ändern kann, wenn man diese ausprobiert. Und vielleicht können die Kinder in der Zeit des Experimentes ja das Kochen übernehmen und dabei entdecken, dass es schön ist wenn alle ohne Stress pünktlich zu Tisch erscheinen!

Erstellt von: mr

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