Food-App im Test

Simple Feast: Hochwertige Rezepte für die frische und natürliche Küche

Die App Simple Feast vereint Rezepte, die von Spitzenköchen aus aller Welt unter dem Motto "VERLIEBE DICH IN ECHTES ESSEN, IMMER WIEDER" entwickelt werden. Wir haben uns von Anders Vald aus Dänemark bekochen lassen und die App getestet.

Das vegetarische "Steak Tartar" von Anders Vald (Foto: Simple Feast)

In einem Hamburger Loft zwischen Wohlerspark und Schanze hat Simple Feast zum Essen geladen. Wirklich? Noch eine Food-App? Wir schauen die App an und der erste Eindruck liefert vor Allem eines: Bilder, Bilder, schöne Bilder! Da läuft uns das Wasser im Munde zusammen. Wir werden neugierig und nehmen die Einladung gerne an. Ob es so gut schmeckt, wie es aussieht? Kochen wird an diesem Abend Anders Vald, einer der über 50 internationalen Köche, die bisher Rezepte für die App entwickelt haben. Der Schwerpunkt des Dänen liegt auf pflanzlichen Zutaten, seine Kochphilosophie strebt an, dass mindestens 70 % eines Gerichts aus pflanzlichen und 30 % aus tierischen Zutaten bestehen. Er entwickelt aber auch komplett vegetarische Gerichte, zwei dieser Rezepte durften wir probieren: das vegetarische "Steak Tartar" und den "Grünkohl Pancake". Wir sind spät dran, die Vorspeise wartet bereits. Unser Fazit: Sehr lecker! Das Probeessen hat uns schon einmal überzeugt. Aber hält die App auch, was sie verspricht?

Die Rezepte

"Echtes Essen" heißt bei Simple Feast: natürliche Zutaten und frische Küche ohne stark weiterverarbeitete Lebensmittel. Clean Eating ist ja eigentlich nichts Neues, aber erst einmal ein schöner Leitfaden für eine App, die auf den ersten Blick "nur" eine große Rezeptsammlung ist. Dieser Grundsatz wird auch konsequent durchgezogen, ohne erhobenen Zeigefinger oder moralische Erklärungen. Kochen und Essen sollen glücklich machen, das sieht (und schmeckt) man den Rezepten auch an.

Die Zutaten
Die Rezepte kommen von Köchen aus aller Herren Länder. Da kann es vorkommen, dass die eine oder andere Bezeichnung nicht geläufig ist. Ein Beispiel hierfür ist "koscheres Salz". Wer viel nach amerikanischen Rezepten kocht, kennt es vielleicht, besonders geläufig ist es bei uns aber nicht. Dabei handelt es sich schlicht und einfach um grobkörniges Natursalz, das weder raffiniert, noch mit Jod versetzt ist. Es sind aber nur wenige Zutaten, bei denen man zwischendurch nachschlagen muss, um was es sich handelt. Im Großen und Ganzen werden Lebensmittel verwendet, die man in jedem Supermarkt bekommt.

Alltagstauglichkeit und Schwierigkeitsgrad
Eine Food-App wie Simple Feast kann natürlich nicht nur mit schönen Bildern überzeugen. Wenn sie häufig verwendet werden soll, muss sie gute Anleitungen liefern. Hier lässt Simple Feast nichts vermissen: Schritt für Schritt wird in den Rezepten erklärt, was zu tun ist und besonders anschaulich sind die Technikvideos. Was den Schwierigkeitsgrad angeht, ist von einfach bis anspruchsvoll alles vorhanden. Man findet daher sowohl schnelle Rezepte für den Alltag, als auch aufwendige für festliche Anlässe oder Tage, an denen man mehr Zeit hat.

Rezept

Die Möhre, die ein Hühnerschnitzel sein wollte

Ein Rezept von Dan Barber aus der Simple Feast App Mehr...

 
 

Was kann die kostenlose Version?

In Zusammenarbeit mit Ernährungsexperten werden die Rezepte für bestimmte Ernährungsformen entwickelt und gekennzeichnet, so lassen sie sich in der App zum Beispiel nach vegetarischen, entzündunshemmenden oder veganen Gerichten filtern. Neben der Ernährungsweise lassen sich Rezepte auch gezielt nach Zubereitungsdauer, Koch, Schwierigkeitsgrad, Art des Ganges, und Zutaten anzeigen. Auch ein Filter für Gerichte, die in der Gratis-Version enthalten sind, ist vorhanden. Wendet man einen anderen Filter an, werden allerdings auch die Rezepte angezeigt, die in der kostenlosen App nicht verfügbar sind. Zusätzlich gibt es allerlei Koch-Technik-Videos mit Anleitungen zum Eier pochieren, Artischocken putzen, Austern öffnen, Zwiebeln schneiden, Pizzateig kneten und und und…

Die kostenlose Version kann sowohl mit als auch ohne eigenes Benutzerkonto genutzt werden. Wer sich anmeldet und ein Profil anlegt kann erweiterte Funktionen nutzen. Dazu gehört die Möglichkeit, ein persönliches Kochbuch und Einkaufslisten zu erstellen. Diese zeigt aufs Gramm genau, wie viel von welcher Zutat benötigt wird und lässt sich dann individuell verändern. Außerdem können eigene Zutaten hinzugefügt werden, wie z.B. der passende Wein fürs Dinner.

Was kann die Premium-Version?

Mit der Abo-Version habt ihr eine größere Auswahl an Rezepten und Technik-Videos. Momentan (Juli 2017) enthält Simple Feast bereits fast 1000 Rezepte, davon ist die Hälfte auch in der kostenlosen Version sichtbar. Das Angebot wechselt hier jedoch saisonal. Mit der Premiumversion hat man jederzeit Zugriff auf alle Rezepte.

Die Premium-Version bietet zusätzlich ein praktisches Feature: den Ernährungscoach. Hiermit lassen sich Rezepte sowohl nach Allergien und Ernährungsvorlieben, als auch nach Zielen filtern. Dazu gehören zum Beispiel Rezepte für Kinder, Schwangerschaft und Stillzeit oder Krafttraining. Für dieses Jahr ist außerdem eine Master Class angekündigt: eine "eigene Videosammlung professioneller Kochkurse, die weit über die grundlegenden Schritte einer Rezept-Anleitung und Technik-Tutorial hinausgeht".

Rezeptsuche, Einkaufsliste, Rezept
Bilder: pr/Simple Feast

Kritik

Der Preis der Premium-Version ist so eine Sache. Die Kosten sind je nach Bezahlmodell unterschiedlich. Mit 8,99 € pro Monat, 69,99 € pro Jahr oder der "Für Immer"-Version für 229,99 € ist die Premium-Version nicht gerade ein Schnäppchen. Allerdings muss gesagt werden, dass Simple Feast bis dato stetig weiterentwickelt wird und regelmäßig neue Rezepte hinzukommen. Die Kosten für Köche, Ernährungsexperten und Techniker fallen also nicht einmalig an, sondern kontinuierlich. Wer dieses Angebot werbefrei anbieten möchte, hat durchaus eine ordentliche Portion Arbeit zu erledigen, wenn die Qualität der Rezepte und Videos auf hohem Niveau gehalten werden sollen. Und dies ist definitiv der Fall. Wenn man vom Arbeitsaufwand für die Entwickler ausgeht, ist Simple Feast also seinen Preis wert. Auch in der Basis-Version finden sich sehr viele großartige Rezepte. Doch in den Übersichten der gefilterten Kategorien werden auch Gerichte angezeigt, die nur in der Premium-Version aufgerufen werden können. Das kann beim Stöbern etwas frustrierend sein. Aber immerhin sind Premium-Rezepte in der Voransicht gekennzeichnet, sodass man sie nicht erst anklicken muss. Was Simple Feast von anderen Food- und Rezept-Apps abhebt, ist, dass die Rezepte wirklich von internationalen Profi-Köchen entwickelt werden, von denen jeder bei seinen Rezepten andere Schwerpunkte hat. Mit dabei sind zum Beispiel Dan Barber, Chef und Sternekoch im Blue Hill Restaurant und Vertreter von nachhaltiger Landwirtschaft, den einige sicherlich aus der Netflix Dokumentation Chef’s Table kennen und Josita Hartanto, die sich mit ihrem veganen Berliner Restaurant Lucky Leek einen Eintrag in den Guide Michelin gesichert hat.

Fazit

Simple Feast ist eine App mit qualitativ hochwertigen Rezepten, anschaulichen Technik-Videos und zahlreichen Filtermöglichkeiten. Der Preis für die Abo-Version ist jedoch recht hoch und lohnt sich ausschließlich für diejenigen, die Simple Feast wirklich regelmäßig mit allen vorhandenen Funktionen - wie den Ernährungscoach - nutzen. Auch wenn Rezepte für Schwangerschaft und Stillzeit gesucht werden, kann sich die Premium-Version für eine begrenzte Zeit lohnen. Wer hingegen nur gelegentlich auf der Suche nach Inspiration für gesunde, frische Rezeptideen ist, findet in der kostenlosen Version ein feines digitales Kochbuch für unterwegs. Für alle, die die Basis-Version nutzen, lohnt es sich ein Benutzerkonto anzulegen, so lassen sich auch Kochbuch und Einkaufslisten nutzen.

Neugierig? Auf simplefeast.com/de könnt ihr euch einen ersten Eindruck von Simple Feast verschaffen. Und auch hier bei uns findet ihr ausgewählte Rezepte aus der App:

Erstellt von: mr

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