Filmkritik

Es war einmal mit Emma Watson

Emma Watson spielt in dem romantischen Disney-Klassiker DIE SCHNÖNE UND DAS BIEST die belesene sowie anmutige Belle. Der Film kommt am 16. März in die deutschen Kinos.

© 2016 Disney Enterprises, Inc. All Rights Reserved.

Die Geschichte mag im 18. Jahrhundert spielen, doch die Themen sind auch heute noch relevant. Eine gebildete, junge Frau, die ihrer Zeit voraus ist, wird von einfachen Dorfleuten belächelt, weil sie sich nicht mit dem einfachen Leben zufrieden geben will. Die Menschen sehen nur ihre Schönheit und wissen ihre Intelligenz nicht zu schätzen, während die Persönlichkeit des Biests sich hinter der gefürchteten Fassade versteckt. Emanzipation und die Botschaft, dass wahre Schönheit von innen kommt: So zusammengefasst hätte der Film die Barockkostüme auch weglassen und die Geschichte ins 21. Jahrhundert übersetzen können.

Das hätte dem Film jedoch das gewisse Etwas geraubt und nicht nur eingefleischte Disneyfans enttäuscht. Denn der Unterschied zwischen DIE SCHÖNE UND DAS BIEST und anderen Liebeskomödien ist der Märchenzauber. Die extravaganten Kostüme, das schöne Schloss, die romantische Kulisse und die Lieder geben dem Film das Besondere. Der Film bleibt dem Original treu und verzaubert Disneyfans mit seiner märchenhaften Schönheit.

Auch die Besetzung begeistert, denn neben der Starbesetzung von Kevin Kline, Emma Thompson, Ewan McGregor und Sir Ian McKellen hätte es keine bessere Besetzung für Die Schöne als Emma Watson geben können. Schließlich wird die junge Schauspielerin nicht nur als Schönheit in der Modeindustrie gefeiert, sie hat außerdem einen Abschuss von der Elite-Universität Brown und ist UN-Sonderbotschafterin für Frauen- und Mädchenrechte. Watson spielt sich selber, wenn sie die Gebildete und Schöne spielt. Was auf den ersten Blick so scheint, als würde der Film mit Watson als Belle auf Nummer Sicher gehen, wird sofort erfrischend, wenn Watson anfängt zu singen. Denn diese Seite kennt man noch nicht von ihr. Watson überrascht mit einer wunderschönen Stimme und erklimmt die Leiter des Perfektionismus eine Stufe höher.

Und so schafft der Film die Balance zwischen Märchenromantik und pädagogisch wertvoller Geschichte. Ein Drahtseilakt, der hier gelungen ist.

DIE SCHÖNE UND DAS BIEST ist ein Film zum Träumen und Dahinschmelzen.

Die kluge Belle (Emma Watson) lebt mit ihrem leicht exzentrischen Vater Maurice (Kevin Kline) ein beschauliches Leben, das nur durch die Avancen des Dorfschönlings Gaston (Luke Evans) gestört wird. Doch als Maurice auf einer Reise in die Fänge eines Ungeheuers (Dan Stevens) gerät, bietet die mutige junge Frau ihre Freiheit im Austausch gegen das Leben ihres Vaters an. Trotz ihrer Furcht freundet sich Belle mit den verzauberten Bediensteten im verwunschenen Schloss des Biests an. Mit der Zeit lernt sie hinter dessen abscheuliche Fassade zu blicken und erkennt seine wahre Schönheit …

Erstellt von: lls

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