Ausstellung

Alexander McQueen.
Inspirations

23. Dezember 2011 bis 6. Mai 2012 im Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg

Das MKG widmet dem 2010 verstorbenen britischen Modedesigner Lee Alexander McQueen eine kleine feine Hommage mit rund 30 Modellen aus seinen letzten Kollektionen. Zu sehen sind Entwürfe, die der Designer für sein Modelabel Alexander McQueen und für das Haute Couture-Haus Givenchy geschaffen hat.


Abendmantel

Alexander McQueen (1969-2010), Abendmantel, London, Herbst/Winter-Kollektion 2009, Thema: The Horn of Plenty, Seiden/Polyamid-Cloqué

Die Oberfläche dieses edlen Abendmantels erinnert ironischerweise an Verpackungsfolie. Auch der Titel der Modenschau (Das Füllhorn) und der Untertitel „Everything but the Kitchen Sink“ (Alles und Jedes) können als Kritik an der Überflussgesellschaft und damit am Modebusiness selbst aufgefasst werden.

Foto: Maria Thrun

Schwarzes Abendkleid mit Ballonrock

Alexander McQueen (1969-2010), London, Prefall-Kollektion 2009, Seidenfaille, bestickter Tüll

Das extrem figurbetonte Kleid schränkt die Bewegungsfreiheit der Trägerin stark ein und verweist damit auf die so genannte „Humpelrock-Mode“, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts en vogue war. Die gesamte Kollektion wurde auf dem Laufsteg mit schwarzen Herrenhüten und Spazierstöcken präsentiert.

Foto: Maria Thrun

 

Jackencape

Alexander McQueen (1969-2010), London, Herbst/Winter-Kollektion 2010
Seiden-Jacquardgewebe

Das rote Jackencape mit goldenen Löwen bezieht nicht nur das Muster vom
Krönungsmantel Roger II von Sizilien (1133/34, Schatzkammer Wien), sondern
interpretiert auch die Form des halbkreisförmigen Kleidungsstückes neu.

Foto: Maria Thrun

Kurzes Abendkleid/Cocktailkleid

Alexander McQueen (1969-2010), London, Herbst/Winter-Kollektion 2010, bedruckter Seidensatin und vergoldete Gänsefedern

Der Altar der Kölner Stadtpatrone von Stefan Lochner (um 1442, Kölner Dom) stand Pate für dieses Kleid. Aus den Drapierungen des asymmetrischen Kleides blickt der Heilige Gereon mit seinem Gefolge. Goldene Federn blitzen unter dem Saum hervor. Angeblich ist dieses das letzte Kleid, an dem Alexander McQueen gearbeitet hat.

Foto: Maria Thrun

Als Alexander McQueen sich am 11. Februar 2010 in London das Leben nahm, waren 16 Entwürfe für die Herbst / Winter-Kollektion 2010 fertig. Einen Monat später wurde diese fragmentarische Kollektion mit dem inoffiziellen Titel Angels and Demons in einem Pariser Palais ausgewählten Pressevertretern vorgestellt. Drei der dort gezeigten Modelle hat das MKG erworben und widmet ihnen in der Ausstellung besondere Aufmerksamkeit.


Erstellt von: mr

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