

Wussten Sie, dass die BRAVO ursprünglich Filmstar heißen sollte? Dass der erste Starschnitt Brigitte Bardot zeigte? Oder dass der Love & Sex Report ´95 indiziert wurde weil eine 13-jährige nicht nur über sexuelle Wünsche und Erfahrungen berichtete sondern auch nackt abgebildet wurde?
Während andere Zeitschriften über kurz oder lang ihr Gesicht verloren haben oder neuen Strömungen nicht trotzen konnten hielt sich die BRAVO mit Stars & Sex über Jahrzehnte lang wacker auf dem Markt.
Der Band "50 Jahre BRAVO" fasst die Entwicklung der Zeitschrift zusammen und zeigt die Highlights der letzten 50 Jahre BRAVO im Zusammenhang mit Jugendkulturellen Strömungen.
Die Gleichung geht auf: Stars + Sex = Erfolg
50 Jahre lang bedient die BRAVO das, was die Jugenkultur fordert und erfindet den Begriff nebenbei immer wieder neu, der Mainstream wird bedient und neu definiert. All dies um das wissensdurstige jugendliche Publikum zu begeistern, damit Geld zu machen und aufzuklären, ohne Angst vor Skandalen und mit viel Liebe, Sex und Zärtlichkeit.
BRAVO in den 50ern:
Medium jugendlicher Emanzipation
Am 26. August 1956 erschien im Münchener Kindler Schiermeyer-Verlag die erste Nummer jenes Blattes, das innerhalb weniger Jahre zum Inbegriff der Jugend-Populärkultur wurde: BRAVO. Aus der "Zeitschrift für Film und Fernsehen" wurde ab Nr. 13/1957 "Die Zeitschrift mit dem jungen Herzen. Film - Fernsehen - Schlager". Die Leserschaft war damals nicht so stark auf eine Altersgruppe gebrenzt wie heute, immerhin waren anfangs 37% der Leser/innen schon berufstätig und 15% Hausfrauen. Die Konzentration auf eine spitzere jugendliche Zielgruppe begann erst mit der Entwicklung einer kommerziellen Populärkultur, welche die BRAVO selbst maßgeblich geprägt hat.
BRAVO in den 90ern:
1,2,3 Techno
Schon bevor Alex Christensen 1992 mit "Das Boot" von Februar bis April Nummer 1 in den deutschen Charts wurde, war der BRAVO klar, dass es ein Phänomen namens Techno gibt. Zahlreiche Artikel und Reportagen wurden zu diesem Thema veröffentlicht, nicht zuletzt der Report "TEKKNO von a-Z", und endlich wussten alle was es mit dem Begriff Rave auf sich hat und dass mit Tresor der berühmteste deutsche Techno-Schuppen am Potsdamer Platz gemeint ist.
BRAVO in den 2000ern:
"Gefühlte Starnähe"
Was macht eine Star-Zeitschrift wenn ihr die Stars ausgehen? Sie schafft sich welche. In den 2000ern schießen plötzlich neue deutsche Bands wie die (Killer-)Pilze (Entschuldigung, die Anspielung musste sein) aus dem Boden und was macht die BRAVO? Sie präsentiert diese neue Aera aus jungen deutschen Bands als greifbar, authentisch, jugendlich - und natürlich geht der Plan auf.
Eins hat die BRAVO richtig gemacht: Sie sprach schon früh über alle Themen an die sich andere nicht heran trauten und schuf somit vor allem in den 70er Jahren ein neues Bewusstsein für Dinge, die in der Pubertät eine Rolle spielen: Lerne deinen Körper kennen und lerne ihn lieben könnte die Devise heißen, die damals mehr als heute als verpönt galt. Doch nicht nur in Sachen Sex wurden viele zuerst von der Zeitschrift aufgeklärt (Wenn die Mutter damit anfing konnte man häufig nur genervt sagen:"Oh, Mama, das weiß ich doch alles schon."), auch das Thema Drogen-Aufklärung fand in der BRAVO häufig Beachtung (z.B. im Drogenreport über Oliver S).
Der Band "50 Jahre BRAVO" beschäftigt sich mit diesem Phänomen mit dem Fokus auf folgende Schwerpunkte:
Auch wenn die BRAVO gelegentlich über das Ziel hinaus schoss und in den letzten 20 Jahren einen Teil ihres Charmes verloren hat wurde die Jugendkultur über Jahrzehnte durch sie geprägt - und genau so prägte auch die Jugendkultur die BRAVO.
Erfrischend, amüsant und informativ - für alle, die gern in Erinnerungen schwelgen oder jene, die "damals" noch nicht geboren waren...
Hrsg.: Archiv der Jugenkulturen
50 Jahre Bravo
€28,00
"50 Jahre BRAVO" im Archiv der Jugendkulturen oder im stories-Shop.
ADVERTORIAL
Nach dem großen Erfolg des ersten Teils geht es nun noch cooler und bunter weiter! Am 17. Mai 2012 startet HANNI & NANNI 2 nach dem Jugendbuchklassiker von Enid Blyton in den deutschen Kinos. Zum Filmspecial

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