Beauty

Haarlaminierung selber machen

Geschmeidig, weich und seidig glänzend, so wünschen wir uns unser Haar. Die Realität sieht aber meistens anders aus. Mit der Haarlaminierung legst du einen Schutzfilm um deine Haare, der Schäden versteckt und vor Umwelteinflüssen bewahrt. Das Zauberwort heißt: Gelatine …

Foto: Pexels / Adrianna Calvo

Kämmen, fönen, glätten, färben, tönen, blondieren… Das alles schädigt das Haar auf Dauer. Je länger die Mähne, desto stärker zeigen sich die kaputten Stellen. Die Folge: Haarbruch, Spliss und strukturgeschädigte Strähnen, die in alle Richtungen abstehen, anstatt seidig zu fließen. Ist Abschneiden also die einzige Lösung?

Nein: Die sogenannte Haarlaminierung ist die perfekte Option für strapaziertes und brüchiges Haar. Sie umhüllt die Haare mit einem Schutzfilm. Obwohl sie dadurch nicht repariert werden, wirken sie deutlich gesünder, geschmeidiger und glatter. Außerdem schützt die Laminierung die Haare vor mechanischen Einflüssen, etwa Kämmen oder Reiben auf der Kleidung, sodass weniger neue Schäden hinzukommen. Man kennt die Haarlaminierung auch unter den Namen Brazilian Blowout, Smoothing Therapy oder Keratin Glättung, welche beim Friseur ab ca. 250 Euro kosten und im Schnitt bis zu drei Monaten halten. Wer diesen stolzen Preis lieber für anderes ausgeben möchte, kann mit unserem Rezept eine eigene Haarlaminierung zuhause selber machen. 

Wie funktioniert die Haarlaminierung?

Zunächst die Haare wie gewohnt waschen und vorsichtig durchkämmen. Dann die Laminier-Maske nach folgendem Rezept anmischen:

  • 1 Päckchen Speisegelatine (in Pulverform, 9 g)
  • 3 EL Wasser
  • 1 EL silikonfreie Haarkur
  • 1 TL Öl

Das Gelatinepulver in einer Schale mit dem Wasser vermengen und die Mischung in einem Wasserbad erwärmen, bis sich die Gelatine vollständig aufgelöst hat. Dann die Haarkur und das Öl hinzufügen und alles zu einer glatten, geschmeidigen Masse verrühren. Zusätzlich können weitere Pflegestoffe, zum Beispiel Eigelb, Honig oder Kräutertee hinzugefügt werden.

Nun die Laminier-Maske in das handtuchtrockene Haar einarbeiten. Konzentriere dich dabei auf die Längen und Spitzen, denn dort weist das Haar normalerweise die meisten Schäden auf. Den Ansatz unbedingt auslassen. Anschließend das Haar mit einer Duschhaube oder mit Frischhaltefolie bedecken und eine Mütze darüber ziehen - die Laminier-Maske muss nämlich warmgehalten werden, damit sie nicht eintrocknet. Die Maske etwa eine Stunde lang einwirken lassen und sie dann mit warmen Wasser gründlich ausspülen. Danach kannst du kurz mit kaltem Wasser nachspülen, damit sich Schuppen- und Gelatineschicht schließen. Nach dem Trocknen sollte die Wirkung der Laminierung bereits zu sehen sein!

Tipp: Statt der Gelatine kannst du als vegane Variante auch Agar-Agar verwenden.

Wie oft kann ich meine Haare laminieren?

Leider lässt der Effekt der Haarlaminierung mit jeder Wäsche ein wenig nach, da die Gelatine allmählich herausgespült wird. Um die Wirkung aufrecht zu erhalten und die Haare langfristig zu pflegen, kann die Prozedur ruhig wöchentlich wiederholt werden. Vor Schäden brauchst du keine Angst zu haben: Die Laminierung hat keine negativen Auswirkungen auf deine Haare.

Erstellt von: jr

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