Mode

Secondhand-Shops: Hier findest du online gebrauchte Lieblingsstücke!

Pre-loved Fashion versteckt sich nicht mehr nur auf Flohmärkten, sondern ist längst auch im Internet angekommen. Die Nachfrage ist groß, denn bei Secondhand-Mode gehen günstige Preise mit dem Nachhaltigkeitsgedanken Hand in Hand. Wir stellen die größten Seiten zum Kaufen und Verkaufen vor.

Foto: Unsplash / Pete Bellis

Wo kann ich online Kleidung verkaufen? Und wo finde ich gebrauchte Mode im Internet? Ebay Kleinanzeigen kennt mittlerweile wohl jeder. Die Vorteile: Wenig Aufwand, unkomplizierte Bedienung. Doch die Plattform ist, genauso wie die Flohmarkt App Shpock, auf Ein- und Verkäufe in der eigenen Region ausgerichtet und vor allem nicht auf Klamotten spezialisiert. Mehr Expertise findet man unter anderem bei den Onlineshops Kleiderkreisel, der führenden deutsche Kleidertauschplattform, oder Rebelle, einem Shop für gebrauchte Designerware. Wir haben die besten Alternativen zu ebay Kleinanzeigen herausgesucht und verraten euch, auf welches Sortiment sie spezialisiert sind und welche Möglichkeiten die Shops für Käufer und Verkäufer von Secondhand-Mode bieten.

Kleiderkorb

Wie Kleiderkreisel bietet auch Kleiderkorb seinen Nutzern einen Internet-Marktplatz, auf dem sie Kleidung verkaufen, kaufen und tauschen können. Die Seite finanziert sich über Werbung und ist für Käufer und Verkäufer komplett kostenlos. Nachdem Kleiderkreisel Änderungen seines Geschäftsmodells ankündigte (siehe unten), galt Kleiderkorb als Alternativseite: Zahlreiche Nutzer wechselten von Kleiderkreisel zu Kleiderkorb.

Für Käufer: Da Kleiderkorb lediglich als Plattform dient, organisieren Käufer und Verkäufer Handel, Versand und Transaktion eigenständig. Käufer haben somit die Möglichkeit, den Preis von Artikeln gegebenenfalls herunterzuhandeln. Um die Qualität sicherzustellen, haben Käufer die Möglichkeit, den Verkäufer nach einem Kauf zu bewerten.

Für Verkäufer: Wer auf Kleiderkorb etwas verkaufen möchte, ist für Fotos, Artikelbeschreibung und Preisfestlegung verantwortlich. Verkäufer können entscheiden, ob der Käufer die Versandkosten tragen soll oder der Versand bereits im Preis enthalten ist. Auch Verkäufer haben die Möglichkeit, den Käufer nach einem Kauf zu bewerten.

www.kleiderkorb.de

Kleiderkreisel

Kleiderkreisel ist ein Online-Marktplatz zum Verkaufen, Kaufen und Tauschen von Mode, der wie Ebay nach dem Bewertungsprinzip funktioniert.

Für Käufer: Käufer müssen sich zunächst auf der Seite anmelden. Sehen sie einen interessanten Artikel, können sie dem Verkäufer eine Nachricht schreiben, um die Verkaufsmodalitäten zu verhandeln. Alternativ wählen sie das "sichere Bezahlsystem": In diesem Fall wird der Betrag zunächst an Kleiderkreisel in den sogenannten "Geldbeutel" überwiesen. Der Käufer muss dann innerhalb von zwei Tagen nach Erhalt die Qualität der Ware bestätigen, damit das Geld an den Verkäufer ausgezahlt wird. Laut Kleiderkreisel sorgt dies für mehr Sicherheit sowohl für Käufer als auch für Verkäufer. Die Nutzung des sicheren Bezahlsystems kostet Käufer bei jeder Transaktion 0,70 Euro plus 4 % des Verkaufspreises.

Für Verkäufer: Kleiderkreisel bietet lediglich eine Plattform: Verkäufer stellen ihre Artikel komplett eigenständig ein. Grundsätzlich ist Kleiderkreisel für sie kostenlos, bietet aber "kostenpflichtige Zusatzleistungen" an: Verkäufer können ihre Artikel "pushen", um sie an prominenter Stelle auf der Website anzeigen zu lassen. Dieser Service kostet zwischen 1,15 und 1,95 Euro pro Artikel.

Kritik: Kleiderkreisel begann als deutsches Startup und war nicht nur wegen der Verkaufs- und Tauschmöglichkeiten, sondern auch aufgrund des großen Forums sehr beliebt. Die Plattform war damals komplett kostenlos. Dann wurde die Seite vom litauischen Unternehmen Vinted gekauft, das den Fokus auf Wachstum setzte. Dieser führte die Gebühren ein, änderte bei Mitgliedern beliebte Funktionen, verschob das Forum und blockierte scheinbar willkürlich Nutzer für 200 Jahre. Bei langjährigen Mitgliedern löste das große Unzufriedenheit aus, es kam zu zahlreichen Abmeldungen.

www.kleiderkreisel.de

MyMint-Shop

Hochwertig – namhaft – exklusiv ist das Motto des MyMint-Shops, der sich auf neuwertige Designer-Secondhandmode spezialisiert hat.

Für Käufer: MyMint-Shop verkauft nur Damenmode sowie Schuhe, Taschen und Accessoires. Die Artikel sind in die Kategorien Secondhand (gebrauchte Designerstücke, in Top Zustand) sowie Secondhand Unused (ungetragene Designerstücke aus zweiter Hand, teils noch mit Etikett) unterteilt. MyMint-Shop überprüft alle Artikel vor dem Verkauf auf Zustand und Echtheit. Der Versand ist kostenlos, bei Retouren tragen Käufer die Kosten allerdings selbst.

Für Verkäufer: Bisher gibt es keine Möglichkeit für Privatpersonen, an den MyMint-Shop zu verkaufen.

Kritik: Die Suchfilter-Möglichkeiten der Website könnten ausgereifter sein. Auch das Blättern zwischen Seiten mit Suchergebnissen ist wenig benutzerfreundlich.

www.mymint-shop.com

Rebelle

Rebelle ist eine deutsche Secondhand-Plattform, die sich auf Designermode spezialisiert hat. 2013 wurde das Unternehmen in Hamburg gegründet und hat sich seitdem vom Startup zum Experten für Luxusmode gemausert.

Für Käufer: Auf Rebelle findet man ausschließlich Damenmode, dazu Schuhe, Taschen und Accessoires. Die Zustände der Stücke reichen von neuwertig über sehr gut und gut bis akzeptabel. Die Versandkosten trägt der Käufer, der Versand dauert zwischen 1-3 Tagen und 1-2 Wochen.

Für Verkäufer: Verkäufer stellen ihre Artikel bei Rebelle eigenständig online: Man erstellt eine Beschreibung, legt einen Preis fest und lädt Fotos hoch, die von Rebelle nachbearbeitet werden. Rebelle macht außerdem Preisvorschläge: Sollte den Experten der eingestellte Preis zu hoch oder zu niedrig vorkommen, erhält man eine Mail mit einem realistischeren Preisvorschlag. Wird ein Artikel dann verkauft, schickt man ihn an Rebelle. Dort wird er auf Echtheit und Qualität geprüft und an den Käufer weitergeschickt – das dauert etwa 1-2 Wochen. Rebelle bietet außerdem einen Concierge-Service an: Hier schickt man die Artikel direkt nach dem Einstellen an Rebelle, das Unternehmen kümmert sich dann um alles Weitere. Käufer, die einen Concierge-Artikel kaufen, erhalten ihn innerhalb von 1-3 Tagen, für Verkäufer kostet der Service 15 Euro.  

Kritik: Verkäufer zahlen auf Rebelle hohe Provisionen, die nach einem komplizierten System berechnet werden: Für die ersten 40 Euro Verkaufspreis werden 17 Euro berechnet, alles was darüberliegt, muss mit Anteilen zwischen 17 und 33 % extra bezahlt werden. Rebelle gibt folgendes Beispiel: Ein Kleid wird für 200 Euro verkauft. Für die ersten 40 Euro bezahlt der Verkäufer pauschal 17 Euro Provision. Für die nächsten 110 Euro der Preisspanne zwischen 41 und 150 Euro kommen 33 %, also 36,30 Euro, hinzu. Die übrigen 50 Euro der Preisspanne von 151 bis 500 Euro kosten 30 % Provision, also 15 Euro – macht zusammen 68 Euro Provision.

www.rebelle.com

thredUP

Mit thredUP liefert auch der führende amerikanische Secondhand-Onlineshop nach Deutschland. Das Unternehmen wirbt mit stündlich 1000 neuen hochgeladenen Teilen und bietet Artikel von über 35.000 Marken an.

Für Käufer: thredUP bietet Damen- und Kinderbekleidung an. Die meisten Artikel sind neuwertig und noch mit Preisschild, thredUP verkauft sie bis zu 90 % günstiger. Alle Artikel können innerhalb von 14 Tagen zurückgeschickt werden, die Kosten dafür übernimmt thredUP allerdings nicht.

Für Verkäufer: thredUP ist kein Marktplatz, sondern kauft gebrauchte Artikel privater Verkäufer an, um sie anschließend auf der Website weiterzuverkaufen. Verkäufer außerhalb der USA haben bisher nicht die Möglichkeit, an thredUP zu verkaufen.

Kritik: Um sich das Angebot von thredUP anschauen zu können, muss man sich zunächst via Facebook-, Amazonaccount oder mit seiner Emailadresse registrieren. Während das Unternehmen von Käufern gelobt wird, steht es allerdings durch Verkäufer stark in der Kritik: Im Voraus sei undurchsichtig, wieviel Geld man für seine eingeschickten Artikel erhalte – letztendlich zahlt thredUP nur etwa 0,60 Dollar pro Kleidungsstück aus. Auch das Einschicken an sich kostete Verkäufer zeitweilig ganze 10 Dollar Gebühr. Artikel, die thredUP nach Prüfung nicht akzeptiert, werden gespendet, es sei denn, der Verkäufer hat bereits im Voraus angemerkt, dass er seine Artikel in diesem Fall zurückhaben möchte – dieser Service kostet ebenfalls 10 Dollar. Viele Verkäufer sind auch von den wesentlich höheren Preisen empört, zu denen die Firma die extrem günstig erworbenen Teile dann weiterverkauft.

www.thredup.com

Ubup

Ubup ist nach eigenen Angaben Deutschlands größter Secondhand-Onlineshop. Das Unternehmen gehört der momox GmbH, das an anderer Stelle auch gebrauchte Bücher und DVDs verkauft. Ubup ist keine Marktplattform, sondern kauft gebrauchte Kleidung niedrig- bis mittelpreisiger Marken wie H&M von Privatpersonen an und verkauft sie auf seiner Website weiter.

Für Käufer: Den Zustand der einzelnen Artikel beschreibt Ubup mithilfe der Kategorien neuwertig, sehr gut und kleine Schönheitsfehler. Der Versand ist kostenlos und auch im Fall von Retouren übernimmt Ubup die Kosten.

Für Verkäufer: Ubup nimmt nur saubere, einwandfreie Kleidungsstücke an. Wer verkaufen möchte, gibt auf momox-fashion.de für jedes Teil die Art des Kleidungsstücks sowie den Hersteller an und bekommt den voraussichtlichen Ankaufspreis berechnet. Die Kleidungsstücke, die man zum angegebenen Preis verkaufen möchte, schickt man kostenlos ein. Sie werden von Ubup auf Zustand und Echtheit geprüft und in den Shop eingestellt, der Ankaufspreis wird dem Verkäufer überwiesen. Nicht einwandfreie Teile können allerdings abgelehnt werden.

Kritik: Verkäufer können ihre von Ubup abgelehnten Kleidungsstücke zurückfordern – dafür berechnet das Unternehmen allerdings 4 Euro.

www.ubup.com

Vestiaire Collective

Die französische Plattform Vestiaire Collective hat sich auf gebrauchte Luxusware spezialisiert, bietet allerdings auch Stücke mittelpreisiger Marken wie Zara an. Insgesamt akzeptiert der Shop Kleidung von über 4.000 Herstellern.

Für Käufer: Nicht nur Damen-, sondern auch Herrenmode findet man auf Vestiaire Collective. Den Versand übernimmt der Verkäufer, bei höherpreisigen Artikeln gibt es außerdem die Möglichkeit in Raten zu bezahlen.

Für Verkäufer: Verkäufer beschreiben und fotografieren ihren Artikel selbst, legen einen Preis fest und stellen ihn online. Nachdem er verkauft wurde, schicken sie ihn an Verstiaire Collective, wo er geprüft und dann an den Käufer weitergeleitet wird. Der Käufer überweist den Kaufpreis ebenfalls an das Unternehmen, welches das Geld an den Verkäufer weiterleitet. Die Provision für Verkäufer ist hoch: Je nach Verkaufspreis liegt sie zwischen 18 und 33 %, mindestens 18 Euro gehen aber für jeden Artikel ab. Laut Unternehmen erhalten Verkäufer durchschnittlich 75 % des Verkaufspreises ausgezahlt.

Kritik: Um sich die Produkte anschauen zu können, müssen sich Interessenten zunächst registrieren, entweder per Mail oder via Facebook.

www.vestiairecollective.de

Videdressing

Wortwörtlich bedeutet Videdressing "den Kleiderschrank ausleeren" – ein Name, den das französische Unternehmen zum Programm macht. Der Secondhand-Shop funktioniert als Plattform für den Verkauf gebrauchter Designermode und Kleidung aus dem mittleren bis Luxus-Preissegment.

Für Käufer: Bei Videdressing findet man Damen-, Herren-, Kinderbekleidung, Taschen, Schuhe und Accessoires. Alle Artikel werden von der Rechtsabteilung auf Echtheit überprüft, bevor sie zum Verkauf angeboten werden dürfen. Teurere Produkte können auch in Raten bezahlt werden.

Für Verkäufer: Verkäufer stellen ihre Artikel eigenständig in den Shop ein, ihre Fotos werden von Videdressing für die Seite optimiert. Auch den Versand organisiert der Käufer selbst, bei der Bezahlung arbeitet Videdressing allerdings nach dem Treuhänder-Prinzip: Der Käufer überweist das Geld an den Shop und hat nach Zustellung seiner Ware 48 Stunden Zeit, Erhalt und Zufriedenheit zu bestätigen. Videdressing zahlt das Geld daraufhin an den Verkäufer aus, behält aber eine Provision von 15 % des Erlöses ein (mindestens 3 Euro, höchstens aber 300 Euro).

Kritik: Videdressing setzt dem Verkäufer unterschiedliche Fristen, um eine sichere Transaktion zu gewährleisten: So muss der Verkäufer die Verfügbarkeit seines Artikels nach der Bestellung etwa innerhalb von 72 Stunden bestätigen und hat danach weitere 72 Stunden Zeit, um das Produkt zu verschicken. Dadurch dauert es teilweise sehr lange, bis Käufer ihre bestellten Artikel tatsächlich erhalten.

www.videdressing.de

Erstellt von: jr

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