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Warum wir Gemüsegrün ab jetzt mitessen

Ungenießbar oder sogar giftig? Im Gegenteil! Die Blätter dieser Gemüsesorten sind ein Gewinn für jede Küche – lecker, gesund und nachhaltig.

Zu schade für den Mülleimer: Die Blätter der Mairübchen lassen sie sich wie Spinat verwenden. (Photo by Daria Shevtsova from Pexels)

Karotten, Blumenkohl oder Kohlrabi bekommt man im Supermarkt meistens mit ziemlich viel Blattzeug daran. Die meisten zupfen das Grün schon im Laden ab oder lassen es spätestens bei der Zubereitung in den Müll wandern. Was viele nicht wissen: Die Blätter vieler Gemüsesorten kann man genauso essen wie das Gemüse selbst. Und noch besser: In vielen Fällen enthält das Grün sogar einen Großteil der Nährstoffe und Vitamine! Die Verwendung der gesamten Pflanze von der Wurzel bis zu den Blättern ist nicht nur nachhaltig und umweltfreundlich, sondern auch ideal für Sparfüchse: Benutzt du das Gemüsegrün zum Beispiel zum Würzen, sparst du dir das Geld für frische Kräuter.

Und was kann man mit dem Grün nun anfangen? Statt sie wegzuwerfen, kannst du alle essbaren Gemüseblätter in Salaten, Suppen, Smoothies, Saucen und Bowls. Manche schmecken außerdem toll in Pestos, Chutneys, Chimichurris oder als Ersatz für frische oder getrocknete Kräuter. Beim Einkauf solltest du allerdings auf Bio-Qualität achten – oder das Gemüsegrün vor der Zubereitung besonders gründlich abwaschen.

Möhrengrün

Das zarte Grün der Karotte erinnert optisch ein bisschen an Petersilie – und genauso lässt es sich auch verwenden. Roh haben die Blätter noch das Aroma der Möhre, kocht man sie, kommt tatsächlich auch ein an Petersilie erinnernder Geschmack durch. So würzen sie Suppen und Salate oder das Gericht, das du aus ihren Wurzeln zauberst. Übrigens: Im Möhrenkraut steckt mehr Kalzium als in der Karotte selbst.

Möhrenkraut-Pesto:

Kohlrabiblätter

In den Blättern des Kohlrabis verstecken sich fast doppelt so viele Vitamine wie in der Knolle. Hackt man das Grün wie ein Küchenkraut, kann man damit so gut wie jedes Gericht verfeinern. Beim Kochen verhält es sich wie Spinat. Oder man schwenkt das Kraut in etwas Butter und serviert es mit Salz und Pfeffer. Auch als Gemüsechips sind die Blätter lecker!

Kohlrabiblätter mit Speck und Butter:

Fenchelgrün / Fenchelkraut

Das zarte, federartige Kraut des Fenchels schmeckt aromatisch und erfrischend. Man kann es fein zerkleinern und dann zu Suppen, in Salate oder Dips geben. Dafür müssen die Blätter aber unbedingt frisch sein.

Ofengemüse mit frischem Fenchelgrün:

Rote-Bete-Blätter

Wie auch beim Kohlrabi enthält das Grün der Roten Bete mehr Vitamine und Nährstoffe als die Knolle selbst. Sowohl die Stiele als auch die Blätter sind essbar und haben einen kräftigen Geschmack. Roh schmecken sie toll im Salat, oder man kocht sie und verarbeitet sie dann in Suppen und Saucen. Die Stiele sollte man übrigens nicht abschneiden, sondern sie lieber vorsichtig abdrehen, damit die Knolle keinen Saft verliert. Vor der Zubereitung weicht man sie dann etwas in Wasser ein und bürstet sie ab. Rote-Bete-Blätter eignen sich übrigens toll als Ersatz für Mangold.

Paleo-Burger mit Rote-Bete-Blättern:

Pastinakenblätter

Wie das Karottengrün erinnert auch das Kraut der Pastinake an Petersilie. Dadurch eignet es sich perfekt zum Würzen von Suppen und Salaten. Als Tee zubereitet sollen die Blätter ein wirksames Mittel gegen Schlaflosigkeit sein.

Smoothie mit Pastinakenblättern, Spinat, Kiwi, Birne und Banane:

Knollensellerie- und Stangensellerieblätter

Die Blätter des Knollenselleries enthalten besonders viel Kalzium, Kalium und Vitamin C. Frisch kann man sie wie genau wie Gemüse essen. Getrocknet und zerkleinert wird aus dem Kraut ein leckeres Gewürz für viele Gerichte. Mit Öl und Salz vermischt kann man daraus auch ein aromatisches Sellerie-Pesto zaubern. Genau wie das Grün des Knollenselleries sind auch die Blätter vom Stangensellerie essbar. Sie enthalten viel Beta-Carotin, Kalzium und Vitamin C und haben ein feines, unaufdringliches Sellerie-Aroma. Getrocknet und gerebelt werden auch diese Blätter zu einem vielseitigem Gewürz.

Getrocknete Sellerieblätter für Suppen und Saucen:

Radieschenblätter

Radieschengrün steckt voller Vitamine und antibakteriell wirkender Senföle. Das macht die Blätter scharf-würzig, ihr Geschmack erinnert an Rucola. Radieschenkraut ist eine ideale Grundlage für Cremesuppen, schmeckt aber auch lecker roh im Salat, in grünen Smoothies oder als Basis für ein Pesto.

Radieschenblättersuppe:

Brokkoli- und Blumenkohlblätter

Zugegeben, die Blätter der beiden Kohlsorten sind etwas grob. Am besten schmecken sie deshalb fein püriert in einer Suppe. Oder man legt sie auf dem Backblech aus und verarbeitet sie zu knusprigen Gemüsechips.

Penne mit Bratwurst und Blumenkohlblättern:

Mairübchengrün

Den Mai über und bis in den Juni hinein hat das Mairübchen bei uns Saison. Geschmacklich erinnert es dank seiner milden Schärfe an Radieschen oder Rettich. Grund dafür sind die enthaltenen Senföle, die beim Verzehr eine antibakterielle Wirkung entfalten. Die Blätter der Mairübchen enthalten besonders viele Nährstoffe und schmecken frisch und mild. Beim Kochen lassen sie sich wie Spinat verwenden. Mindestens genauso gut schmecken sie roh im Salat oder man gibt sie kleingehackt als Würze in Suppen, Saucen und Dressings.

Smoothie aus Mairübchengrün und Banane:

Rettichgrün

Der hohe Gehalt an Senfölen gibt dem Rettich seinen typisch pikanten Geschmack und hat nachweislich eine heilsame Wirkung auf Leber, Galle und die Verdauung. Die zarten Blätter des Rettichs passen toll in Smoothies, Suppen, Pestos – oder auch als Füllung in Ravioli.

Ägäische Vorspeise: Rettichstängelsalat mit Olivenöl, Zitrone und Knoblauch:

Die Blätter dieser Gemüsesorten solltest du dagegen nicht verzehren:

  • Tomaten
  • Rhabarber
  • Aubergine
  • Bohnen
  • Gurke
  • Kartoffeln

Erstellt von: jr

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