Veganes Rezept aus China

Yu xiang qie zi: Fischduft-Auberginen

Ein typisches Gericht der Provinz Sichuan – sie sind weich, würzig und scharf, leicht süß und dezent sauer, duftig und sehr umami. Der Name des Gerichts kommt angeblich daher, dass die Gewürze ähnlich wie die für Fischgerichte sind.

Foto: © Vanessa Maas / Brandstätter Verlag

Zubereitung

Reis in einem Sieb waschen, mit 3 großen Tassen ungesalzenem Wasser im geschlossenen Topf aufkochen, umrühren, auf kleinster Flamme ca. 15 Minuten kochen lassen, vom Herd ziehen, mit einem Stück Küchenpapier unter dem Deckel 10 Minuten ausdampfen lassen.

Auberginen in ca. fingergroße Stifte schneiden (Länge ca. 8 cm, Ø ca. 1,5– 2 cm), schmale Auberginen dafür längs vierteln und dann quer halbieren oder dritteln. Dickere Auberginen quer in 2 cm dicke Scheiben schneiden, diese in Stifte.

Öl im Wok auf 180 Grad erhitzen. Auberginen portionsweise ca. 3–4 Minuten goldbraun, aber nicht zu weich frittieren. Auf Küchenpapier abtropfen und auskühlen lassen.

Frühlingszwiebeln putzen, das Weiß in sehr feine Ringe schneiden, das Grün in breitere Ringe und beiseitestellen. Knoblauch schälen und sehr fein hacken.

In einer Schüssel 150 ml Wasser mit Sojasauce, Reisessig, Zucker und gut  ½ TL Salz gut verrühren. In einer zweiten kleinen Schüssel Stärke mit einigen TL kaltem Wasser glattrühren.

Öl aus dem Wok abgießen, Wok mit Küchenpapier auswischen. 2–3 EL vom Öl zurück in den Wok geben, auf hoher Flamme erhitzen, Frühlingszwiebelweiß, Knoblauch, Ingwer und scharfe Bohnenpaste darin unter Rühren kurz braten, bis es stark duftet, mit Reiswein ablöschen. Würzsauce einrühren, aufkochen, pikant abschmecken. Auberginen in die Sauce geben, sehr vorsichtig darin wenden und max. 1 Minute erhitzen. Mit der aufgelösten Stärke binden, mit Frühlingszwiebelgrün bestreuen, sofort mit dem heißen Reis servieren.

Tipp

Das Wichtigste ist die Qualität der scharfen Bohnenpaste aus fermentierten dicken Bohnen. Es sollte die Herkunftsbezeichnung „Pixian“ auf der Packung stehen, eine Region in der chinesischen Provinz Sichuan.

Rezepte aus dem Buch "Immer schon vegan"

Patatas Bravas
Yu xiang qie zi
Fatayer

In ihrem Buch "Immer schon vegan" hat Katharina Seiser vegane Rezepte aus aller Welt versammelt. Für die meisten Gerichte trifft der Titel zu, bei einigen Dingen wird aber ein wenig geschummelt. So werden polnische Piroggen nicht mit Ei bestrichen und die griechische Wildkräuterpastete Hortopita muss ohne Feta auskommen. Doch solch kleine Ungenauigkeiten lassen sich angesichts der variantenreichen Rezepte durchaus verzeihen. Denn wer braucht zum spanischen Klassiker Patatas Bravas schon Aioli, wenn es doch mit scharfer Paprika-Tomaten-Sauce geht? Auch in der libanesichen Küche ist Katharina Seiser fündig geworden. Hierher kommen Fatayer, knusprige Mangoldtaschen, die oft auch mit Spinat gemacht werden. Die vielleicht beste Entdeckung in Immer schon vegan: Yu xiang qie zi, chinesische Fischduft-Auberginen, für die auch im Original keine Fischsauce verwendet wird. Den Duft erhalten sie stattdessen durch Gewürze, die jenen in Fischgerichten ähnlich sind.

Immer schon vegan
Traditionelle vegane Rezepte aus über 20 Ländern
Köstlich & abwechslungsreich
Echte Lebensmittel als Zutaten, keine Imitate

ISBN 978-3-85033-856-1
Brandstätter Verlag
Konzept, Text, Rezepte & Foodstyling: Katharina Seiser
Souschef: Horst Lamnek
Fotografie: Vanessa Maas
Setstyling: Gabi Weiss
Grafische Gestaltung : Miriam Strobach
Lektorat: Else Rieger

Erstellt von: mr

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