Vor der Hochzeit

Wie plant man einen Junggesellinnenabschied?

Ist die beste Freundin plötzlich verlobt, freut man sich für sie - und trägt sogleich selbst einiges an Verantwortung. Denn wird man als Trauzeugin bzw. erste Brautjungfer ernannt, wird einem damit nicht nur eine besondere Ehre, sondern auch eine Liste an Aufgaben zuteil. Eine der wichtigsten ist die Organisation des JGA: der Junggesellinnenabschied. 

© CanStockPhoto / kopitinphoto

3-4 Monate vorher

Der Junggesellinnenabschied sollte ca. 1-2 Wochen vor der Hochzeit stattfinden und eine Überraschung sein, weshalb man sicherstellen sollte, dass die Braut erstens an dem Abend zu Hause sein und zweitens an dem Abend Zeit haben wird. Dazu spricht man sich einfach mit ihrem Verlobten ab, der vorgibt mit ihr den Abend zu verbringen und sie vielleicht sogar auszuführen. Gleichzeitig muss die Trauzeugin sich mit den besten Freundinnen der Braut absprechen und herausfinden, welcher Termin geeignet ist – und das am besten 3-4 Monate vor der Hochzeit, denn sobald ein Termin steht geht es an die Reservierungen und die sind rar.

2-3 Monate vorher

Man sollte sich als Gruppe überlegen, was man für die Glückliche planen möchte, denn mehr Köpfe haben mehr Ideen. Das Budget muss festgelegt und ein Ablaufplan gemacht werden. Wichtig dabei ist, zu bedenken, was der Braut Spaß macht und nicht, was man selber am besten fände. Die meisten machen einen typischen JGA, ähnlich wie Männer es schon länger vormachen: Lustige Outfits, eine Tour von Bar zu Bar oder Club zu Club und ordentlich Schnaps. Steht das Programm, geht es auch schon ans Eingemachte, denn Tischreservierungen und Buchungen von Touren, Strippern, Hotelzimmern und Limousinen müssen möglichst früh, am besten 2-3 Monate vorher, gemacht werden.

Auch wenn man einen traditionellen JGA plant, hat man verschiedene Möglichkeiten. Man kann die Partytour selbst planen, oder eine buchen. Das wird vor allem in Großstädten wie Berlin, Hamburg, München etc. angeboten. Solche Touren haben Aktionen wie Limousinen, Getränke und Stripper meistens inklusive. Wer den Ablauf selber übernimmt, kann einen Tisch in einer Cocktailbar oder z. B. Burlesque Bar reservieren. In einer Burlesque Bar kann man meistens einen Stripper für seinen Tisch dazu buchen. Oder man fängt bei der Braut zu Hause an und bereitet ein Buffet mit Häppchen und Getränken vor (Stripper machen auch "Hausbesuche"). Wer zwar einen Stripper für den Abend, diesen aber nicht in seinen eigenen Vier Wänden haben möchte, bucht am besten ein Hotelzimmer für die Nacht. Und wer es richtig stilvoll mag, kann eine Limousine mit Chauffeur mieten, der einen von Club zu Club fährt, während man hinten mit Sekt anstößt. 

1-2 Monate vorher

Viele Junggesellinnenabschiede sind schon vom Weiten wegen der Outfits zu erkennen. Ob man diese Tradition auch ins Programm nehmen möchte, sollte als nächstes überlegt werden, denn dafür müssen Outfits gekauft (für die Braut meist ein anderes oder auffälligeres im Vergleich zu den anderen) oder Designs entworfen und Shirts bedruckt werden lassen. Dazu gehört meistens auch ein Bauchladen, mit dem die Braut Schnaps, Kondome und Kleinigkeiten verkaufen muss, um die Sauftour zu finanzieren.

Kurz vorher

Kurzfristig lässt sich der Einkauf für den Bauchladen erledigen und Accessoires für die Braut aus Onlineshops, z.B. Schärpen, Tütüs oder Schleier, besorgen.

Alternativen

Viele Bräute wünschen sich gar keine traditionelle Sauftour von Club zu Club, sondern lieber einen ruhigen Abend mit Quality Time, z.B. Essen gehen und anschließend Wellness mit Massagen, Schlammbädern, Gesichtsmasken und Sauna. Beliebte Alternativen sind auch Pyjama-Partys, ein ausgiebiger Brunch oder eine traditionell-amerikanische Bridal Shower. Wer seinen deutschen Wurzeln treu bleiben möchte, macht einen Polterabend.

Um herauszufinden, was die Braut sich wünscht, braucht man gar nicht so direkt danach fragen. Ein kleines Nachhaken, ob es für den Abend No-Gos gibt, reicht schon – vielleicht weiß das auch ihr Angebeteter, dann kann man vermeiden die Braut darauf anzusprechen.

Bridal Shower

Die amerikanische Bridal Shower (Brautparty) wird in anderen Ländern immer beliebter. Anstatt es den Männern nachzumachen und saufend von Club zu Club zu ziehen, bleibt die Braut zu Hause mit ihren Freundinnen und wird mit Geschenken überhäuft. Die Bridal Shower kann gleichzeitig eine Dinner Party mit Buffet und Sekt sein.

Im Gegensatz zum Junggesellinnenabschied wird die Bridal Shower ca. 6 Wochen vor der Hochzeit gefeiert, beide Partys schließen sich also nicht aus.

Eine Bridal Shower kann gesittet oder ungezogen sein. Manche bekommen nützliche Geschenke für die Ehe, wie es auch als Hochzeitsgeschenke üblich ist, z.B. Küchenutensilien. Andere bekommen Reizwäsche und Dildos. Genau wie beim Junggesellinnenabschied ist es üblich, dass die Brautjungfer die Party organisiert und sich um die Ecke informiert, was der Braut am meisten Spaß macht.

Eine moderne Variante der Bridal Shower ist das gemeinsame Basteln der Deko für die Hochzeit. Hier sind auch die weiblichen Verwandten (Männer sind grundsätzlich nicht dabei) der Braut eingeladen. Für so einen Bastelabend ist es oft die Braut, die die Initiative ergreift und die Party organisiert und die Gäste einlädt.

Polterabend

Der Polterabend ist die einzige Vor-Hochzeitsparty, an der sowohl Männer als auch Frauen teilnehmen und eine typisch deutsche Tradition, um dem verlobten Paar Glück mit auf den Weg zu geben. Damit das mit dem Glück auf funktioniert, trifft man sich einige Wochen vor der Hochzeit bei den Verliebten zu Hause und zerdeppert Porzellan vor deren Haustür oder im Hof. Für einen Polterabend gibt das Paar den Termin bekannt – lädt jedoch niemanden ein. Es kommt einfach, wer möchte und kann.

Das wiederum ist in der Pflicht die Gäste mit Essen und Trinken zu verpflegen und am Ende das Scherbenchaos aufzufegen. Haben sie diese äußerst wichtige Aufgabe gemeistert, steht ihrem Glück nichts mehr im Weg.

Erstellt von: lls

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