Gruppenurlaub

Ferien mit Freunden

Wer träumt nicht davon: Mit den besten Freunden an einem Strand in der Sonne liegen und unter Palmen Cocktails aus Kokosnussschalen trinken. Nach ausgiebigem Sonnenbaden geht es zurück aufs schicke Segelboot und in entspannter Atmosphäre wird zur nächsten paradiesischen Insel geschippert. Die Werbung bekannter alkoholischer Getränke hat in unseren Köpfen die Idee des perfekten Urlaubs mit Freunden geschürt.

© CanStock Photo / pressmaster

Doch die Realität kann ganz anders aussehen - in der Werbung wird schließlich auch nicht der Streit beim Abwasch oder der zu laut schnarchende Freund gezeigt, der nachts die anderen wachhält. Ferien mit der Clique können zum Albtraum oder unvergesslich schön werden, sodass man sich noch Jahre später daran erinnert. Vorhersehbar ist das, auch bei langjährigen Freunden, leider nicht. Ein paar Absprachen vorab können deshalb hilfreich sein.

Vorab Vorstellungen vom Urlaub klären

Sinnvoll ist es in jedem Fall im Voraus zu klären, was sich jeder vom gemeinsamen Urlaub verspricht. Möchte man den ganzen Tag am Strand liegen oder lieber Radtouren unternehmen und die nahegelegenen Orte erkunden? Gehen die Vorstellungen hier von vornherein zu stark auseinander, ist es vielleicht sogar sinnvoll, gar nicht erst gemeinsam in den Urlaub zu fahren. Vielleicht findet sich aber auch eine Alternative mit der alle zufrieden sind: Wie wäre es zum Beispiel erstmal mit einem Kurztrip in eine Metropole eurer Wahl? Selbst wenn es hier zu Streitereien kommt, hockt man nicht zu lange aufeinander. Zudem ist bei einer solchen Reise klar, dass wohl alle Sightseeing unternehmen oder beim Shoppen die Stadt erkunden möchten. Auch hier kann man sich unter Umständen aufteilen. Niemand ist gezwungen, alles gemeinsam mit den anderen zu machen. Zum Mittagstisch, oder spätestens zum Abendessen mit anschließendem "Bar-Hopping" sind dann wieder alle vereint.

Wer übernimmt die Planung?

Vor allem bei größeren Gruppen bietet es sich an, jemanden zu bestimmen, der die Planung übernimmt. Das können auch zwei oder drei Personen sein. Bei zu vielen, wird es jedoch schwierig, da man sich zu schnell in Diskussionen verliert und letztlich nichts zustande bringt. Heutzutage üblich ist auch die Vernetzung in einer Messenger-Gruppe über Whatsapp oder Facebook. Gerade hier kommt es jedoch häufig zu Konflikten und zu einer Flut an Nachrichten, bei der man schnell den Überblick verliert. Sinnvoller ist ein persönliches Treffen mit allen, oder eine Skype-Konferenz, wenn nicht jeder vor Ort sein kann.

Merkt man in einem Urlaub, dass die Harmonie stimmt und lässt die Ferien in dieser Konstellation zur Tradition werden, kann man auch in jedem Jahr zwei neue Personen bestimmen, welche die Organisation komplett übernehmen. Voraussetzung hierbei ist, dass sich die anderen darauf auch komplett einlassen.

Genug Freiraum für alle

Bei einem Urlaub mit Freunden, sind die Erwartungen vorab extrem hoch: Jeder hat eine Idealvorstellung von perfekten, harmonischen Ferien, in denen alle alles gemeinsam machen, sich jeder versteht und man genau so viel Spaß zusammen hat wie bei den Abenden daheim. Unterschied hierbei ist nur, dass zuhause jeder später wieder in die eigenen vier Wände zurückkehren kann. Im Urlaub hockt man auch am verkaterten Tag danach noch zusammen im gleichen Haus. Gerade deshalb ist es wichtig, vor allem bei größeren Gruppen, eine großzügige Unterkunft zu buchen, mit genug abschließbaren Zimmern, mehreren Bädern und Toiletten. Prinzipiell sollte man versuchen sich von der Vorstellung zu befreien, dass alles immer gemeinsam gemacht werden und harmonisch funktionieren muss. Zwischendurch ist es ratsam sich immer mal wieder aufzuteilen und etwas getrennt zu unternehmen. Das wirkt erfrischend, ist förderlich für die Gruppendynamik und macht alle insgesamt entspannter.

Finanzielles im Voraus besprechen

Wenn es ums Finanzielle geht können die Vorstellungen stark auseinandergehen, sodass schnell Konflikte entstehen. Schon vor der Reise muss besprochen werden, ob eine Person Tickets, Haus oder Hotel für alle Reisenden bucht und in Vorleistung geht, oder ob jeder für sich selbst zuständig ist. Gerade bei Flugreisen, bietet es sich jedoch an, jemanden als Buchenden zu bestimmen, damit auch wirklich alle die gleiche Verbindung reservieren und vielleicht sogar zusammensitzen können.
In einer Unterkunft mit Selbstversorgung ist es zudem besonders wichtig, vorab über gemeinsame Ausgaben zu sprechen. Gibt es eine Haushaltskasse in die jeder einen Betrag am Anfang des Urlaubs einzahlt oder kaufen alle für sich selbstständig ein? Wenn es eine Gemeinschaftskasse gibt, wer verwaltet diese? Wie viel Geld soll pro Einkauf maximal ausgegeben werden? All solche Fragen sind leichter zu klären, wenn sie schon vorab besprochen werden. Bei Hotels mit All Inclusive Verpflegung entstehen hierbei natürlich weitaus weniger Probleme.

Sich auf das Abenteuer einlassen

Insgesamt sollte sich jeder darüber bewusst sein, dass ein gemeinsamer Urlaub ein unkalkulierbares Risiko darstellt, jedoch auch viele Chancen mit sich bringt, vor allem für die Freundschaft. Auch negative Erfahrungen können im Nachhinein zu positiven werden, wenn man zum Beispiel merkt, dass auch die harmonischste Gemeinschaft mal einen ordentlichen Streit verkraften kann. Im Urlaub ziehen sich bildlich alle voreinander aus, die Fassaden fallen, man lernt Seiten der anderen kennen, die einem vorher noch nicht aufgefallen waren – so auch an sich selbst! Vielleicht nutzt man die Zeit anstatt sich zu beschweren, auch mal zur Selbstreflektion und merkt dabei: "Daran könnte ich auch mal arbeiten." Gleichzeitig wird einem so eventuell auch angenehm bewusst, dass die Freunde einen mit seinen Macken genauso lieben wie man sie umgekehrt auch. Wie sagt man so schön: "Ein Freund ist jemand, der dich mag, obwohl er dich kennt." Nach einem gemeinsamen Urlaub vielleicht noch umso mehr!

Erstellt von: ts

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