„Girls let’s surf together,
  let the community get stronger!”


Birgit:"Meine eigenen Surferfahrungen, wie auch meine Erfahrungen als Surflehrerin, zeigten mir immer wieder, dass Frauen in der Regel anders lernen als Männer."
Die Surfkurse werden durch Yoga ergänzt.
Birgit: "Im internationalen Wettkampfsurfen ist Yoga seit ein paar Jahren ein absolutes Muss geworden."
Die WaveSisters bieten Kurse für Anfänger und Fortgeschrittene an.

Das WaveSisters-Team:

Lanzarote
Die Insel mit den angeblich besten Surfspots Europas ist die nördlichste der Kanarischen Inseln.
In Famara befinden sich neben dem Strand noch "El Muelle", die Hafen Welle, und "San Juan", auf der die WQS (World Qualified Series) immer im Oktober stattfindet.
Es gibt Küsten in jeder Himmelsrichtung, die Wellen können von allen Seiten kommen.
Der vulkanische Ursprung der Insel, also der abrupte Anstieg aus dem Meer, macht das große Potenzial komplett.
Das Klima auf Lanzarote ist das ganze Jahr über mild.

Preise & Angebote der WaveSisters


Das Surfcamp mit Kurs, Unterkunft, Transfer und Mietwagen kostet ca. €435,-/Woche. Im Kurs sind ca. 20 Unterrichtsstunden in Theorie und Praxis sowie Videoanalyse, Surfmaterial und 4x Yoga enthalten.

Die Surfari (ohe Kurs) mit Unterkunft, Transfer und Mietwagen gibt es für €280,-/Woche oder €40,-/Tag.

Auch für Kinder ab 6 Jahren bieten die WaveSisters einen Kurs - für €325/Woche.

Mehr Informationen gibt es unter www.wavesisters.com

Stand: Juni 2010.

WaveSisters - Surfen & Yoga auf Lanzarote

Ein Surfcamp nur für Mädels

Die Wave Sisters bieten auf Lanzarote Surfkurse für Frauen und Mädchen an.

Birgit, die Gründerin der WaveSisters, hat ihren Job als Diplom-Psychologin in München an den Nagel gehängt und widmet ihre Zeit heute dem Surfen auf Lanzarote. Wir wollten von ihr wissen, wie es dazu kam und haben nachgefragt.

Seit wann gibt es die WaveSisters?
WaveSisters gibt es seit Januar 2008.

Wie ist die Kombination aus Surfen und Yoga entstanden?
Ich selber betreibe seit 10 Jahren Yoga und surfe seit ca.12 Jahren. Ich erkannte relativ schnell das Potenzial von Yoga, dass das Surfen durch Kräftigung, Flexibilität und mentaler Stärkung  ergänzt und fördert. Im internationalen Wettkampfsurfen ist Yoga seit ein paar Jahren ein absolutes Muss geworden.

Warum bietet ihr eure Kurse speziell für Frauen an?
Meine eigenen Surferfahrungen, wie auch meine Erfahrungen als Surflehrerin, zeigten mir immer wieder, dass Frauen in der Regel anders lernen als Männer. Die körperlichen und mentalen Fähigkeiten sind andere, aber ebenso spielen soziale Elemente eine wichtigere Rolle beim Lernen als bei Männern. - Und Frauen gestalten ihren Urlaub gerne etwas weiter gefächert als Männer.

Was sind beim Surfen die größten Herausforderungen für Einsteigerinnen?
Das Meer ist für die allermeisten Mitteleuropäer eine unbekannte Naturgewalt. Das Surfen wiederum beinhaltet einen relativ komplexen Bewegungsablauf. Um diesen zu erlernen, benötigt man seine komplette Konzentration und Aufmerksamkeit. Je weniger man sich von dem Drumherum des Meeres und evtl. dazukommenden Ängsten ablenken lässt, desto besser gelingt das Surfen. Eine langsame Herangehensweise mit angstfreiem Lernen ermöglicht die besten Erfolge. Ausserdem ist surfen anstrengend, je fitter desto besser.

Wie fit sollte man sein, um als Anfängerin einen guten Einstieg zu haben?
Das kann man so nicht beantworten, denn gibt es keinen Maßstab für Fitness der auf alle körperlichen und mentalen Komponenten fürs Surfen passt.  Es gilt sich einfach nur klar zu machen: bin ich fitter, kann ich länger üben, dann lerne ich schneller. Bin ich eben nicht so fit, dauert es einfach länger. Na und?  - Das Leben ist lang...
Vorraussetzung ist aber sicheres Schwimmen. Wer nicht schwimmen kann, der sollte nicht surfen gehen!

Was kannst du zur Vorbereitung empfehlen?
Am besten ist wohl Kraulschwimmen. Schnelle Lernerfolge haben auch alle, die eine gute Grundkörperkraft und Körpergefühl haben. Ob durch Yoga, Tanz, Akrobatik...., in diese Richtung kann man sich auch vorbereiten.
Andere Boardsportarten zu betreiben ist nicht schlecht, aber der Vorteil wird erst dann sichtbar, wenn man auf dem Surfbrett zum Stehen kommt.
Meines Erachtens macht es keinen Sinn, sich mit  einer Sportart zu quälen, die einem nicht gefällt und sie nur macht, um fit zu werden. Da hört man trotz guter Vorsätze wieder auf. Man sollte sich einfach so bewegen, wie es einem am meisten Spaß macht. Dann bleibt man dabei - und das muß man.

Nun zu dir: Wie bist du zum Surfen gekommen und was bedeutet es für dich?
Ich bin in München aufgewachsen. Da gibt es ja den Eisbach und das Surfen ist einem nicht ganz fremd. Obwohl ich es dort ausprobiert hatte, wollte ich immer ans Meer. Ich bin sehr viel geklettert und war viel in den Bergen. Beides, Klettern wie Surfen sind Natur und sogenannte "Risiko"-Sportarten. Da gab und gibt es bei vielen Kletterern eine große Affinität zum Surfen und viele probieren es aus. Bei einem Kletterurlaub im Baskenland war es dann soweit. 

Ich hab ne ganze Weile versucht es mir alleine beizubringen. Das hat nicht wirklich gut geklappt. Bei der Stange hielt mich die Verbundenheit zum Meer und auch der Wille und eine Sturheit, dass das doch zu schaffen sein muß! 

Die Naturverbundenheit ist geblieben, die Begeisterung für die Vielfalt an Wellen, für die Kraft und Schönheit des Meeres und da mittendrin und dabei zu sein, dies zu spüren.

Was hast du gemacht bevor es die WaveSisters auf Lanzarote gab?
Ich war Psychologin und arbeitete mit drogenabhängigen Jugendlichen. Ich bin also thematisch von der Problembewätligung zum Vergnügen und der Entspannung gewechselt. Allerdings auch von finanzieller Sicherheit in die unsichere Situation einer Selbstständigen.

Wie kam es zu der Entscheidung, Deutschland den Rücken zu kehren?
Ich hatte meinen Job geschmissen und wußte erstmal nicht wohin ich als Psychologin wollte. Da mir aber nichts ablsout gefiel, gab ich mir eine Auszeit, ging nach Spanien zum surfen und Spanisch lernen und arbeitete als Reiseleiterin auf Gran Canaria und Lanzarote. Dort hatte ich das erste Mal die Idee eines Netzwerkes für Surferinnen bzw für eine Surfschule für Mädles.
Die Idee ließ mich nicht mehr los und wurde langsam zu "Plan A". Bis zur Umsetzung dauerte es aber 4 Jahre. Ich brauchte eine gute Ausbildung als Surflehrerin, mehr Erfahrung und mußte Mut fassen.

War es schwer, sich auf Lanzarote eine Existenz aufzubauen?
Ganz ehrlich? Nein. Lanzarote war wie gemacht für mich. Ich hatte dort gute Freunde, war als Surferin und als Surflehrerin bekannt.  Die Akzeptanz im Ort für eine neue Surfschule, diese aber nur für Frauen, war hoch. Fast jeder, der surft oder unterrichtet erkannte den Sinn des Konzeptes sofort und zollte der Idee Respekt. Das war der Knackpunkt, wäre das nicht so gewesen, hätte es sehr schwierig werden können. Eine gute Integration und Akzeptanz vor Ort sind sehr wichtig. Dazu gehört auch die Anzahl der Surfschüler, die wir um guten Austausch innerhalb der Gruppe zu fördern, klein halten wollen.Der Strand in Famara ist sehr lang, jeder hat also Platz und er ist dazu einer der besten Lern- und Surfstrände, die ich kenne. Außerdem gehört Lanzarote noch zu Europa, das macht die Einwanderung und Selbstständigkeit leicht und ich sprach schon spanisch. Ebenso ist die Infrastruktur mit Wohnungen, Restaurant, Surfläden ect gegeben. Caleta de Famara ist wunderbar entspannt und idyllisch, Lanzarote eine wunderschöne Insel und das ganze Jahr ist es warm und hat Wellen. Perfekt für einen (Surf-) Urlaub. Es gefällt hier fast jeder.

Was waren die größten Stolpersteine?
Ich fing mit sehr wenig Geld an. Meine Eltern liehen mir etwas für den Start. Ich konnte also mich nur langsam entwickeln und mußte das Geld sofort wieder investieren. Für mich blieb da nix übrig und meine Lebenshaltungskosten habe ich erstmal mit Kellnern gedeckt.
Wichtig war und ist ein guter Internetauftritt, auf sich aufmerksam zu machen, man mußte Wavesisters erstmal finden im Netz. Von Anfang an hatte ich sehr gute Resonanz und habe viele Wiederkehrerinnen, das ist natürlich super toll.
Außerdem mußte erst ein guter Vermieter für ein Surfhaus gefunden werden. Spanier ticken einfach anders als Deutsche und ich brauchte eine Weile dafür und bin nun einige unliebsame Erfahrungen reicher.
Für mich persönlich gibt es immer wieder Momente oder Phasen, wo ich meine Familie und meine Freunde in München vermisse, ich mit den Mentalitätsunterschieden hadere. Ebenso ist es für mich nach wie vor eine große Herausfordung ein eigenes Unterenehmen zu leiten, alles zu organsieren und zu planen. Chefin zu sein fällt mir ebenso nicht immer leicht, insbesondere verschwimmen in diesem Business die Grenzen und Rollen der Mitarbeiter und der Chefin schon sehr.

Gab es Momente, in denen du am liebsten alles hingeschmissen hättest?
Nicht ernsthaft, nein, auch wenn ich oft über irgendwas fluche. Aber ich habe das ja schon bei der Frage zum Surfen lernen erwähnt:  Ich bin stur und ausdauernd und habe dadurch einen starken Willen. Ebenso besitze ich Mut. Außerdem will ich nicht weg vom Meer. Ich liebe das entspannte Leben auf Lanzarote und sogar die oftmals anstrengende Selbstständigkeit ist in diesem relaxten Klima abgemildert.

Lanzarote gilt als einer der besten Surfspots in Europa, was ist so besonders an der Insel?
Neben dem Strand von Famara, der aussergewöhnlich gut ist und an dem alle Könnensstufen ihren Spaß haben, liegt ein Großteil der Antwort in dem Wort "Insel". Es gibt Küsten in jeder Himmelsrichtung, die Wellen können von allen Seiten kommen. Ebenso kann man dadurch mit dem Wind variieren, ob man diesen ablandig oder auflandig bevorzugt. Der vulkanische Ursprung der Insel, also der abrupte Anstieg aus dem Meer, macht das große Potenzial komplett.
Dazu kommt, dass Lanzarote mitten im Atlantik liegt und so immer Wellen abbekommt und das das ganze Jahr. Das ganzjährig milde Klima ist natürlich auch nett...

Verrätst du uns ein paar gute Surfspots?
Neben dem Strand von Famara? Wer etwas besser surft und auf ein Riff will, hat hier eine große Auswahl. Alleine La Santa hat drei Wellen. In Famara befinden sich neben dem Strand noch "El Muelle", die Hafen Welle, und "San Juan", auf der die WQS (World Qualified Series) immer im Oktober stattfindet. Die Ostküste hat ebenfalls ein großes Potential mit Jameos del Agua und El Cartel vorne weg. Abenteuerlustige können El Risco oder La Graciosa entdecken. Ein Boot vereinfacht die Sache allerdings erheblich.
Eine komplette Aufzählung würde etwas länger dauern.

Viele Menschen träumen davon, ihr altes Leben hinter sich zu lassen, auszuwandern und sich selbst zu verwirklichen. Gibt es abschließend etwas, dass du denjenigen mit auf den Weg geben möchtest?
Jeder sollte sich klar machen, dass man viel hinter sich läßt, auch schöne Dinge und dass die Kultur anders ist. Das Paradies existiert nur in Träumen, nie in der Realität. Eine gute Planung finde ich hilfreich, genauso wichtig ist Flexibilität vor Ort. Das A+O ist allerdings das Beherrschen der Fremdsprache und der Integrationswille. Ohne diese Fähigkeiten wird es schwierig.

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