Sommerurlaub in der Türkei

10 Dinge, die Türkeireisende wissen sollten

Sommer, Sonne und der Traumstrand locken jedes Jahr zur Sommerzeit unzählige Touristen in die Türkei. So ist es nicht verwunderlich, schnell auf Gleichgesinnte zu treffen und sich wie zu Hause zu fühlen. Doch die Türkei ist anders. Wer das Land in all seinen Facetten erleben möchte, sollte die Hotelanlage verlassen und das Land auf eigene Weise entdecken.

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1. Ausweisdokumente

Früher gingen türkische Grenzbeamte noch recht locker mit der Einreise und benötigten Reisedokumenten um. Sogar mit abgelaufenen Pässen oder ausschließlich mit Personalausweis durfte häufig noch eingereist werden. Das hat sich inzwischen geändert. Deshalb ist es wichtig, auf die Aktualität der Papiere zu achten. Im Reisepass sollte zudem mindestens noch eine Seite frei sein.

Seit 2012 benötigen Kinder eigene Papiere, um in die Türkei einreisen zu dürfen. Eine Eintragung in den Pass der Eltern reicht nicht mehr aus und kann an der Grenze bzw. am Flughafen dazu führen, dass die Reisenden wieder umkehren müssen.

90 Tage lang dürfen Urlauber ohne Visum in der Türkei bleiben. Alles darüber hinaus erfordert ein Visum. Dieses kann hier beim Elektronischen Visa Antragsystem angefordert werden.

2. Essen am Flughafen ist teuer

Dass an Flughäfen alles etwas teurer ist, ist den meisten bekannt. Wer aber auf die Idee kommt, in einem Fast Food-Restaurant am Flughafen Antalya zu speisen, wird seinen Burger kaum noch genießen können. Für die muss hier ein Vielfaches bezahlt werden. Ein Menü kostet dort durchschnittlich zwischen 10 und 20 Euro.

3. Türkei für Familien

Gute und zugleich günstige Pauschalreisen für Familien sind schwer zu finden. Eine Alternative ist das Mieten einer Ferienwohnung. Wer jedoch noch nie zuvor in der Türkei war oder weder die englische noch die türkische Sprache beherrscht, sollte besser zur Pauschalreise greifen. In einem Test der Computerbild im Jahr 2013 war lastminute.de der Anbieter mit den meisten Angeboten für Familien. Außerdem gibt es Reiseveranstalter, die sich auf Familienreisen spezialisiert haben.

4. Es gibt nicht nur Hotels

In den meisten Fällen übernachten Reisende in Hotels, doch die Türkei hat noch mehr zu bieten.

Baumhäuser
Kadirs Tree Houses sind eine Alternative für Reisende, die den Luxus eines Hotels nicht unbedingt brauchen. Die Anlage bietet einfache Holzhütten ohne jeglichen Komfort, aber auch Bungalows für Familien. Zu finden ist sie an der Südküste unweit von Antalya am Rande des Orts Kumluca. Der Beuch von Kumlucas Ortskern lohnt sich vor allem freitags, denn dann findet dort ein riesiger Bauernmarkt statt, auf dem zur Abwechslung nur sehr wenige Touristen zu finden sind.

Wassermühle
Direkt am Ägäischen Meer oberhalb des Butterfly-Canyons liegt eingebettet in einem Bergterrassengarten eine alte Wassermühle. Das Landhaus mit Hotelbetrieb wurde von einem deutsch-türkischen Paar aufgebaut und besteht aus Naturstein und Holz. Auf Nachhaltigkeit wird hier großen Wert gelegt. Mit maximal 22 Gästen finden Erholungssuchende ihre gewünschte Ruhe.

airbnb
airbnb ist eine Vermittlungsplattform für Privatunterkünfte, welche es in allen Preisklassen gibt. Vom einfachen Zimmer mit Bett, Tisch, Stuhl über Ferienwohnungen und Luxusvillen bis hin zu den typisch türkischen Höhlenhäusern gibt es fast nichts, was dort nicht angeboten wird.

5. Preisvergleich lohnt sich

Und das nicht nur bei Reiseanbietern. Auch vor Ort beim Einkaufen lässt sich viel Geld sparen, wenn nicht gleich beim ersten Händler gekauft wird. In Einkaufsstraßen ist es in der Regel so, dass viele Anbieter die gleichen Waren verkaufen und diese woanders noch günstiger zu erhalten sind.

Außerdem lohnt sich der Besuch kleinerer Ortschaften außerhalb der Touristenhochburgen. Hier lässt es sich entspannter einkaufen, es gibt weniger Touristen und bessere Preise.

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6. Hamam-Besuch

Das Hamam ist keine Sauna, sondern ein Badehaus. Zugleich ist es dennoch ein Dampfbad, in dem zusätzlich Peelings und Schaummassagen angeboten werden. Der Besuch dient der körperlichen und seelischen Reinigung wie auch der Entspannung. Besucher sind mit einem Bikinislip oder einer Badehose bekleidet und erhalten zusätzlich ein Baumwolltuch, um sich zu bedecken.

In traditionellen Hamams sind Frauen und Männer strikt getrennt. Nur wenige moderne Anlagen bieten inzwischen schon gemischte Tage an, an denen Männer und Frauen gemeinsam das Badehaus besuchen dürfen.

7. Gesundheitsvorsorge

Für Türkeireisen gibt es keine gesonderten Impfvorschriften. Die in Deutschland üblichen Impfungen gegen Hepatitis A, Tetanus und Diphterie werden jedoch empfohlen. Für einen Urlaub außerhalb von Hotels in einfachen Unterkünften oder auch bei näherem Kontakt mit Einheimischen empfehlen einige Experten zudem Impfungen gegen Typhus, Polio und Hepatitis B. Eine Tollwutimpfung ist dann ebenfalls sinnvoll, denn die Türkei ist nicht gänzlich tollwutfrei und eine Übertragung durch den Biss eines streunenden Hundes ist theoretisch möglich. Weitere Informationen bietet die Seite des Instituts für Tropenmedizin.

In den türkischen Malariagebieten (z.B. Südost-Anatolien) ist außerdem auf einen guten Mückenschutz zu achten und ggf. die Einnahme vorbeugender Medikamente sinnvoll. In diesem Gebiet wird ebenfalls davon abgeraten, in Binnengewässern zu baden. Grund hierfür ist die Bilharziose, eine tropische Infektionskrankheit.

Leitungswasser, Speiseeis und Eiswürfel stellen eine potenzielle Gefahr der Übertragung von Durchfall verursachenden Erregern dar. In Flaschen gekauftes Trinkwasser ist dem aus der Leitung vorzuziehen - sowohl zum Verzehr als auch zum Zähneputzen. Frisches Obst und Gemüse wird vor dem Verzehr gründlich gewaschen, besser noch gekocht oder zumindest geschält. Ein Durchfallmedikament gehört dennoch in jede Reiseapotheke.

8. Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes

Auf Terroranschläge, Umweltkatastrophen und andere mögliche Gefahren weist das Auswärtige Amt hin. Des Weiteren gibt es Tipps, welche Orte gemieden werden sollten und wo möglicherweise Gefahr droht. Vor jeder Türkeireise sollten Urlauber diese Hinweise zu ihrem Urlaubsland beachten.

9. Fastenzeit

Im Islam ist eine Fastenzeit üblich, in der tagsüber nicht öffentlich gegessen und getrunken wird. Das wird auch von Urlaubern außerhalb der Hotelanlagen erwartet. In weniger touristischen Gebieten werden Reisende in dieser Zeit möglicherweise nirgendwo Nahrungsmittel kaufen können.

10. Reiseknigge

In jeder Kultur herrschen andere Sitten. Das ist in der Türkei nicht anders. Grundsätzlich ist knappe Bekleidung verpönt. Beim Besuch einer Moschee werden nicht nur die Schuhe ausgezogen, sondern vor allem Frauen wird geraten, ihre Schultern zu bedecken. Ausländischen Männern wird beim Kontakt mit traditionell türkischen Frauen zur Zurückhaltung geraten.

Außerdem gibt es zahlreiche Gesten, die im Deutschen eine völlig andere Bedeutung haben als im Türkischen. Auch das Trinken von Alkohol in der Öffentlichkeit ist nicht gern gesehen. Weitere potenzielle Fettnäpfchen beschreibt die Süddeutsche in diesem Artikel.

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