Kinder- und Jugendreisen gehören für junge Menschen zu den Höhepunkten des Jahres: Endlich mal ohne Schule und Eltern mit Gleichaltrigen unterwegs, neue Freunde kennen lernen, etwas Neues ausprobieren und abends lange zusammen sein, ob am Lagerfeuer oder in der Disco.
Auch auf Reisen sind die Teamer oder Betreuer wichtige Bezugspersonen. Noch stärker als zu Hause sind sie nicht nur Ansprechpartner für Organisatorisches oder Programmfragen, sondern Gesprächspartner für Fragen und Probleme, die weit über die einzelne Reise hinausgehen. Manche werden zu Vorbildern für ihre Schützlinge auf Zeit, andere zu anerkannten Respektpersonen auch ohne autoritäres Auftreten.
Viele Betreuer sind in der Jugendarbeit zu Hause. Sie haben zwar oft Berufe oder Studienfächer außerhalb des pädagogischen Bereichs oder sind noch Schüler. Dennoch haben sie meist viel Praxis im Umgang mit jungen Menschen, sei es aus der Gruppenarbeit mit Kindern und Jugendlichen vor Ort, aus einer langjährigen Tätigkeit als Jugendreiseleiter oder Trainer oder aber aus dem, was sie auf Jugendleiterschulungen oder Reiseleiterausbildungen gelernt haben.
Das alte Prinzip "Jugend leitet Jugend" ist auch auf Reisen der wichtigste Baustein des Konzepts. Der geringe Altersunterschied ist eines der Erfolgsrezepte der jungen Gruppen- und Reiseleiter. Und Jugend darf hierbei nicht mit mangelnden Erfahrungen und fehlender Kompetenz verwechselt werden. Die meisten Betreuer kennen die Reisen schon als Teilnehmer und haben sich gewissenhaft auf ihre Aufgabe vorbereitet.
"Wer öffentlich geförderte Kinder- und Jugendreisen für verzichtbaren Luxus hält, verkennt die wichtige Rolle dieses Arbeitsbereichs für den Erwerb sozialer Kompetenzen und die Integration", so heißt es beim BundesForum Kinder- und Jugendreisen, dem bundesweiten Dachverband.
Und die Kompetenzen sind manchmal sehr grundlegend: Nicht wenige Kinder und Jugendliche haben auf einer Kinder- und Jugendreise zum ersten Mal eine Kartoffel geschält, Lieder am Lagerfeuer gesungen oder Digitalfotos am PC bearbeitet. Und zu wissen, wie man in Tschechien U-Bahn fährt oder in Kroatien ein Pfund Tomaten kauft, muss für den weiteren Lebensweg auch nicht von Nachteil sein.
Quelle: BundesForum Kinder- und Jugendreisen e.V.
Erstellt von: fy