Einige Menschen stehen auf, putzen sich die Zähne, ziehen sich nach einer kleinen Katzenwäsche an und gehen los. Dabei schaffen sie es sogar nebenbei noch, in Sekundenschnelle Brote zu schmieren und ihr Kind zu überzeugen, dass das Karnevalskleidchen heute nicht unbedingt das Richtige ist. Andere sind nicht so diszipliniert in ihrer morgendlichen Routine...

6:20h

Der Wecker klingelt. Aber es ist definitiv zu früh, um jetzt aufzustehen. Nur noch 10 Minuten liegenbleiben. Wenigstens einmal wird er noch weiter gestellt. Kurz fällt dir ein, dass die Kollegin von außerhalb, die täglich 2 Stunden pendelt, ihren Wecker auf die gleiche Zeit stellt wie du, obwohl dein Weg nicht mehr als eine halbe Stunde in Anspruch nimmt. Egal. Man kann sich ja ruhig ein wenig Zeit nehmen für die wirklich wichtigen Dinge am Morgen.

6:50h

Das Morgenmagazin bringt den Bericht über die nette Marmeladenmutti nun schon zum zweiten Mal. Jetzt möchtest du wissen, was sonst noch in der Welt passiert ist und wechselst vom Fernsehprogramm zum Online-Magazin. Fünf Artikel hast du bereits aufmerksam gelesen als du am Ende der SpOn-Startseite ankommst. Nur noch kurz zu [hier liebstes soziales Netzwerk einfügen]. Eine Viertelstunde später checkst du noch die Wettervorhersage.

7:20h

Du nippst an deinem Kaffee und bemerkst, dass er bereits kalt ist. Also machst du dir noch einen. Als er nach einer Viertelstunde endlich wirkt, schlenderst du langsam ins Bad und bürstest Strähne für Strähne deine Haare bevor du gemächlich unter die Dusche steigst, um sie zu waschen.

7:50h

Nach dem Duschen fällt dir ein, dass du noch gar nicht mit dem Hund draußen warst. Höchste Zeit! Du nimmst den süßen Kerl an die Leine und machst dich auf den Weg. Sein Geschäft erledigt er nahezu sofort, doch da fällt dir auf, dass es heute Morgen eigentlich sehr schön ist! Perfektes Joggingwetter oder DIE Gelegenheit für eine kleine Yogaeinlage im Park. Also rein in die Sportschuhe – jetzt geht es erst richtig los!

8:20h

Erstmal abkühlen. Am besten mit selbstgemachter Limonade. Deine Wahl fällt auf den Mineralwasser-Cocktail – strahlende Augen sind schließlich genau das, was man sich am Morgen wünscht. Zum Wasser kommen Zitronensaft, Läuterzucker, Basilikum und Thai-Basilikum. Ah, wirklich erfrischend! Und wieder sind 10 Minuten vergangen. Wärst du doch bloß direkt nach dem Weckerklingeln aufgestanden...

8:30h

Die morgendliche Sporteinheit war schweißtreibender als gedacht. Du steigst noch einmal unter die Dusche. Geschafft. Nun noch etwas Farbe im Gesicht auftragen, bevor es an die Klamottenauswahl geht. Warum wird der Lidstrich eigentlich beim ersten Mal nie perfekt? Alles wird noch einmal abgewischt, diesmal lässt du den Eyeliner vorsichtshalber weg und entscheidest dich für ein wenig dezente Mascara. Geht Doch!

8:50h

Jeden Morgen ist es das Gleiche: Locken. Dass Naturkrause und wuschelige Wellen endlich wieder angesagt sind, ist leider völlig an dir vorbei gegangen. Und dass die Kollegen deine Haare liebend gerne einmal in all ihrer natürlichen Pracht bewundern würden, ist dir herzlich egal. Sie müssen unbedingt geglättet werden, auch wenn das Haarstyling einen weiteren zeitraubenden Punkt auf der alltäglichen ToDo-Liste bedeutet.

9:05h

Nachdem dein Spiegel auch beim dritten Outfit immer noch kein zufriedenstellendes Gesamtbild zeigt, beschließt du das erste noch einmal anzuprobieren. War doch gar nicht so schlecht. Aber vielleicht passt das Top des zweiten Ensembles doch besser zu den Schuhen, die du gleich eventuell anziehen wirst...

9:20h

Eigentlich könntest du dich langsam auf den Weg machen. Aber die Wassermelone sieht so verlockend aus! Geduldig teilst du sie in mundgerechte Stücke und pulst dabei gewissenhaft die Kerne heraus. Ein paar Gemüsesticks für zwischendurch wären auch nicht schlecht. Also noch ein wenig weiterschnippeln. Zu guter Letzt werden die köstlich-frischen Snacks für den Arbeitstag noch in Tupperdosen verpackt.

9:35h

Ein Blick auf dir Uhr sagt dir, dass es jetzt aber höchste Zeit wird! Zum Glück musst du heute erst um 10h anfangen. Jetzt aber hurtig! Es wird knapp. Mit dem Fahrrad kommst du schneller am Bahnhof an. Du trittst emsig in die Pedale und merkst, dass der Schweiß ausbricht. Da hätte man es sich auch sparen können, zweimal zu duschen.