Backstage mit Myrthes Monteiro

Neben dem Namensgeber Aladdin, ist eine der wichtigsten Figuren des Stücks Prinzessin Jasmin. Klug und dickköpfig widersetzt sie sich ihrem Vater und möchte ihre eigenen Wünsche erfüllen. Jasmin wird in der Neuen Flora in Hamburg von der gebürtigen Brasilianerin Myrthes Monteiro gespielt. Die zierliche und durchtrainierte Darstellerin hat einen straffen Wochenplan. Neben den Shows, steht jeden Tag Training auf dem Plan, darunter Ballett. Da bleibt wenig Zeit oder Lust auf Tanzen und Ausgehen. "Ich muss auch meine Stimme schonen", sagt Monteiro.

Nach Deutschland kam sie durch das weltweite Casting für König der Löwen. Nach zwei Jahren bekam sie den Anruf aus Hamburg. "Das war sehr schwierig für mich. Ich konnte weder Englisch noch Deutsch und es war das erste Mal, dass ich außerhalb Brasiliens war. Erst hatte ich den Eindruck, dass die Deutschen arrogant sind, aber dann hab ich verstanden, dass sie einfach nicht so offen wie die Brasilianer sind, sondern etwas reservierter. Inzwischen bin ich auch so geworden. Wenn ich heute nach Brasilien gehe, finde ich die Menschen zu laut", erzählt sie lachend.

Die Schauspielerin hat schon in einigen Shows, z.B. Das Phantom der Oper, König der Löwen und My Fair Lady gespielt. Inzwischen hat sie nur noch bei Premieren Lampenfieber. "Wenn ich nervös bin, muss ich immer alleine sein, die Augen schießen, einatmen, ausatmen, mich konzentrieren und noch einmal den Text durchgehen." Dann könne nichts mehr schiefgehen, sagt sie. Wenn so eine Premiere geschafft ist, sei sie vor allem erleichtert und dankbar. "Ich liebe diese Show, auf der Bühne zu sein, meine Kollegen, die Musik, das Theater, einfach alles."

Mit etwas leiserer Stimme erzählt sie, dass Aladdin die einzige Geschichte ist, mit der sie aufgewachsen ist. "Als Kind hatte ich nur einen Film. Das war Aladdin auf Englisch mit portugiesischen Untertiteln." Die Rolle der Jasmin erfülle ihr einen Kindheitstraum.

Hinter den Kulissen bei DISNEY'S ALADDIN

Die Show, die bereits 20 Grammys, 19 Tony Awards und 13 Oscars gewonnen hat, ist ein teures Vergnügen. Die Produktionskosten liegen im 2stelligen Millionenbereich und pro Show sind mehr als 200 Mitarbeiter beteiligt. Das meiste bleibt dem Zuschauer jedoch völlig verborgen, da es hinter der Bühne stattfindet. Hier arbeiten Techniker, Maskenbildner, Kostümbildner und sogar noch traditionell ausgebildete Hutmacher!