Mary Shelley war die Autorin des berühmten Schauerromans „Frankenstein“ und hat mit ihrem Werk das Science-Fiction-Genre erfunden. Auch das Horror-Genre zählt Shelleys Roman gern zu sich. Es hat sich durch zahlreiche Verfilmungen, Theateraufführungen und Halloweenkostüme ein regelrechter Kult um Frankenstein und sein Monster entwickelt. Doch  beinahe wäre es gar nicht zu einer Veröffentlichung gekommen. Aus dem einfachen Grund, dass Mary Shelley eine Frau war. Die junge Autorin wuchs in einer Welt auf, in der sie nicht wählen durfte, kein Eigentum besitzen konnte und auch kein Recht auf körperliche Unversehrtheit hatte. Als „Frankenstein“ 1818 zunächst unter einem männlichen Pseudonym veröffentlicht wurde, dauerte es in Großbritannien noch 85 Jahre bis zur ersten Frauenbewegung. Eine Entwicklung, die Mary Shelley nicht mehr erlebte. Doch bereits in jungen Jahren, auch geprägt durch ihr intellektuelles Elternhaus, hat sich Mary Shelley wenig von der Gesellschaft des 19. Jahrhunderts beeindrucken lassen. So wurde sie zu einer der einflussreichsten Autorinnen der Romantik.

Mary Shelley

ab 27. Dezember 2018 im Kino
von Haifaa Al Mansour
mit Elle Fanning, Douglas Booth, Tom Sturridge und Bel Powley

Sie ist jung, rebellisch und bereit, alle Zwänge und Konventionen ihrer Zeit zu überwinden: Das Schicksal führt die 16-jährige Mary (Elle Fanning) 1814 mit dem berühmten romantischen Dichter Percy Shelley (Douglas Booth) zusammen, der wie Mary selbst sein Leben der Literatur verschrieben hat. Doch die leidenschaftliche Liebe des jungen Paares wird trotz aller Offenheit und Toleranz immer wieder auf eine harte Probe gestellt. Als der Poet Lord Byron (Tom Sturridge) Mary Shelley zu einem literarischen Wettbewerb herausfordert, erfindet sie das wohl berühmteste literarische Geschöpf der Weltgeschichte: Frankensteins Monster…