Früh am Morgen trifft man sich in China in Parks oder auf stillen Plätzen und stärkt mit Hilfe der fließenden Bewegungen mit Namen wie „Stehen wie ein Baum“ oder „Das Wasser schieben, um der Welle zu helfen“ die Selbstheilungskräfte. Qigong-Übungen sind in China wegen ihrer gesundheitsfördernden Wirkung sehr beliebt und fest im Alltag verankert.

„Qi“ steht in der chinesischen Medizin für die Lebensenergie und „Gong“ bedeutet beständiges Üben. Das Qi fließt über Leitbahnen, die sogenannten Meridiane, durch den Körper und wirkt harmonisierend auf die innere Balance und den allgemeinen Gesundheitszustand. Innere Faktoren, wie zum Beispiel Emotionen oder äußere, die auf die Organsysteme einwirken, können den gleichmäßigen Qi-Fluss beeinträchtigen und den Körper in ein Ungleichgewicht bringen – Krankheiten entstehen. Durch die sanften, teilweise meditativen Bewegungsabfolgen des Qigong werden diese Blockaden gelöst, Körper und Seele harmonieren wieder im Einklang. „Qigong stärkt das Immunsystem, reduziert Stress im Job und im Alltag und lindert Kopf- und Rückenschmerzen“, zählt Dr. Schröder nur eine kleine Auswahl der positiven Wirkungen dieser Therapieform auf. Wissenschaftliche Studien bestätigen die Auswirkungen auf das Immun-, Herz-Kreislauf- und insbesondere das vegetative Nervensystem.

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Das im Jahr 2010 eröffnete HanseMerkur Zentrum für Traditionelle Chinesische Medizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf konzentriert sich ganz auf die mehrere Jahrtausend alte Heilkunst aus dem Reich der Mitte. In der Behandlungspraxis von TCM-Arzt und Neurologe Dr. med Sven Schröder, wenden die deutschen und chinesischen Ärzte und Therapeuten alle Behandlungsformen der TCM – die sogenannten fünf Säulen – an.

Dazu zählen neben der in China am weitesten verbreiteten Therapieform, der chinesischen Arzneitherapie, der Akupunktur, die in Deutschland am bekanntesten ist, der manuellen Tuina-Therapie und der chinesischen Diätetik auch die Atem- und Bewegungsübungen des Qigong.

In chinesischen Krankenhäusern ist Qigong ein integrierter Bestandteil der Therapie. Die Übungen, die sowohl präventiv, also zur Krankheitsvorbeugung, als auch bei bereits bestehenden Beschwerden angewendet werden können, führen zu einer wahrnehmbaren Verbesserung des allgemeinen Wohlbefindens und haben einen spürbar positiven Einfluss auf die eigene Befindlichkeit. Qigong kann im Liegen, Sitzen, Stehen und Gehen ausgeführt werden. Bei richtiger Ausführung sind die Bewegungen, die mit speziellen Atemtechniken kombiniert werden, frei von unerwünschten Nebenwirkungen.

Die Informationen auf dieser Seite wurden uns zur Verfügung gestellt von Dr. med. Sven Schröder.

TCM-Arzt und Facharzt für Neurologie
Ärztlicher Geschäftsführer
HanseMerkur Zentrum für Traditionelle Chinesische Medizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf