Manchmal sind in fertigen Lebensmitteln Dinge drin, die nicht hinein gehören und manchmal fehlt genau das, was angeblich drin ist. Mit Werbelügen führt die Lebensmittelindustrie Verbraucher hinter’s Licht und verkauft ihnen Produkte, die in der Form nicht gewünscht sind.

Von gesetzlicher Seite aus gibt es keine strengen Regeln, weshalb Konzerne mit ihren Werbelügen weitermachen können. Die Verbraucherorganisation foodwatch hat sich deshalb etwas ausgedacht, das an die Verbraucher selber appelliert: Auf schummelmelder.de kann man ab sofort auf Produkte aufmerksam machen, hinter denen sich ein Schwindel versteckt. Einfach ein Foto des Produkts hochladen, mit einem Kommentar versehen und fertig. Auf diesem Portal können sich Verbraucher untereinander helfen und sich gegenseitig bei dem Versuch bewusst zu konsumieren unterstützen.

"Wir wollen Verbraucherinnen und Verbrauchern eine Plattform geben, auf der sie ihre Kritik an Werbelügen direkt öffentlich machen können. Denn: Täuschung ist leider eher die Regel als die Ausnahme im Supermarkt. Darauf wollen wir mit dem 'Schummelmelder' aufmerksam machen - und Politik und Lebensmittelwirtschaft endlich zum Handeln bewegen", sagt Sophie Unger, Projektleiterin von foodwatch.

Alle Produkte, die auf dem Portal gepostet werden, stehen außerdem zur Auswahl als Kandidaten des nächsten Goldenen Windbeutels. Dieser Preis wird von foodwatch jährlich für die Werbelüge des Jahres verliehen.